The Story behind – Warum Autorin Alina Sawallisch rät, niemals aufzugeben.

Alina mit BuchWie wahrscheinlich jeder Autor wurde ich jetzt schon des Öfteren gefragt, wie ich auf meine Geschichte und die Charaktere, die in ihr wohnen, gekommen bin.
Da bei mir zwischen der Idee zu der Geschichte und der letztendlichen Umsetzung eine doch recht lange Zeit liegt, ist dies eine nicht ganz so einfach zu beantwortende Frage – aber für euch werde ich es probieren 😉

Mit schätzungsweise 14 Jahren entdeckte ich meine Leidenschaft für Fantasy-Romane. Die Bücher von Cornelia Funke, der Schöpferin meiner liebsten Fantasiewelten, verschlang ich allesamt in kürzester Zeit. Und da ich auch schon in jungen Jahren immer alles was mich begeisterte gezeichnet habe, kamen schnell viele ihrer Charaktere und Welten zu Papier.

Mena Zeichnung

So entwickelte sich zuerst ein Stil mit Bleistift und Radiergummi, der mich regelrecht dazu zwang, in diese Richtung weiterzugehen, mir meine eigenen Szenen vorzustellen und Charaktere zu erschaffen.

 

 

Ich glaube, so entstand damals auch meine Mena. Sie war genau so, wie ich mit 14 gerne gewesen wäre: Cool, toug, wunderschön ohne arrogant zu sein, und sie hatte einen fantastischen Musikgeschmack
(wie ich damals natürlich auch ;–) )

Mena Name

Also verlieh ich ihr ein Aussehen und setzte sie in die tollste Umgebung, die ich mir damals hatte vorstellen können – einen Musikclub.
Kapitel 1 war geboren.

 

 

Damals schrieb ich fünf Kapitel meines Buches und stieß dann an eine Hürde. Ich hatte mich ein wenig schlau gemacht in nordischer Mythologie und hatte den Alb-Dämon als meinen Bösewicht auserkoren. Ich ließ ihn langsam in die Geschichte einfließen, wusste, was so ein Dämon zu tun hatte, aber die Logik dahinter, warum er es tat und warum er gerade Mena als Opfer ausgesucht hatte, ließ mich an dieser Stelle verzweifeln (wahrscheinlich spielte auch noch in die Situation hinein, dass ich es damals relativ peinlich fand ein Buch mit Dämonen und Liebes-Gesülze zu schreiben 😉 )

Arbeitsplatz Zuhause

Ich hörte an diesem Zeitpunkt auf zu schreiben und das angefangene Manuskript wurde in einen Ordner auf meinem Computer verbannt.

 

 

Zwar dachte ich immer mal wieder an Mena und Ben, aber jahrelang formte sich ihre Geschichte, wenn überhaupt, nur in meinen Gedanken.
Bis vor knapp 2 Jahren. Eine neue Kollegin (jetzt sehr gute Freundin) bat mich, für ihren Roman Illustrationen anzufertigen. Ich war Feuer und Flamme und als sie mich zum Dank zum Sushi-Essen einlud, konnte ich nach zwei Zunge-lockernden Weinschorle nicht mehr an mich halten und plauderte aus dem Nähkästchen, dass ich auch mal angefangen hatte, ein Buch zu schreiben.
Sie war total neugierig und wollte, dass ich ihr die entstandenen Kapitel zum Lesen gebe. Da ich seit knapp 10 Jahren keinen Blick mehr in mein Manuskript geworfen hatte, wurde ich dann doch etwas kleinlaut. Es hätte ja schließlich recht unangenehm enden können, wenn so eine richtige Autorin einen unausgereiften Kindergartentext vorgesetzt bekommen hätte.
Trotzdem – ich war selbst neugierig und habe mich deshalb sofort nach unserem Treffen an meinen PC gesetzt und mein Manuskript rausgesucht.
Ich fand es, las es und war überrascht, wie gut es mir nach so viel Abstand noch gefiel. Wie von selbst fanden meine Finger die Tastatur und weitere Worte flossen in das Dokument. Es war, als ob ich nie aufgehört hatte zu Schreiben und anscheinend hatten die Jahre den Knoten in meinem Kopf zum Motiv des Alb aufgelöst.

Die Barriere war keine mehr und plötzlich schrieb ich in jeder freien Minute.

Alina Urlaub Malen

 

Urlaube mit vollgekritzelten Notizheften, viele Abende mit dem Laptop auf dem Schoss… so entstand tatsächlich nach einigen Monaten ein fertiges Buch.

 

 

Alina Urlaub Schreiben

Als ich das Wort „ENDE“ tippe, fühlte ich mich wie ein Bergsteiger, der seit Tagen den Gipfel gesehen und ihn nun endlich erklommen hatte. Ich wäre so gerne in der Zeit zurückgereist um meinem 14-jähigen Ich High-Five zu geben und ihm zu erzählen, dass die Geschichte am Ende doch Sinn ergeben hat.

 

Die Essenz dieser Erfahrung ist definitiv, dass es sich immer lohnt dran zu bleiben und darum würde ich jedem, der ein Projekt aus Zweifel oder einer Blockade abbricht, raten, dieses nach einiger Zeit wieder in die Hände zu nehmen.

Buch Auch der Mond wirft Schatten

 

Denn es gibt kein schöneres Gefühl, als etwas fertigzustellen. 🙂

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „The Story behind – Warum Autorin Alina Sawallisch rät, niemals aufzugeben.“

  1. Herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung des Buches, den Mut und Geduld das durchzuziehen. Respekt!!! Ich freue mich schon drauf es zu lesen

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