Walpurgisnacht – Mythos und Aberglaube

Die Nacht auf den 1. Mai ist energiegeladen und mystisch – Walpurgisnacht, ursprünglich die Nacht der heidnischen Göttin Walburga, die später christianisiert und heiliggesprochen wurde.
Heute bekannt, historisch aber nicht belegbar, ist ihre Affinität mit dem Gespenster und Hexenwesen, sowie der Hexensabbat auf dem Blocksberg (Brocken).

Diese Mythen gehen im Kern auf J. W. Goethe (»Faust, 1. Teil«, 1808) zurück, er führte damit eine neue Brauchrealität ein.
Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Walpurgisnachtfeiern im Harz deutschlandweit bekannt und werden heute noch touristisch inszeniert.

Beltane, welches am 1. Mai gefeiert wird, ist eines der wichtigsten Feste – es bedeutet den Beginn des Sommers. Es ist ein Fest des Lebens und des Sieges der Sonne über den Winter:
Der Kreislauf des Jahres geht weiter – der an Jul geborene Sonnengott ist bis Beltane zum Jüngling herangewachsen, und fordert seine Königswürde ein.

Einer der bekanntesten Bräuche ist das Maibaumstellen. Früher hatte, im Gegensatz zu heute, fast jeder Garten einen solchen Maibaum, welcher die Fruchtbarkeit der Erde symbolisiert.
Zu Zeiten von Maria Theresia hatte dieser Brauch sogar so gigantische Formen angenommen (sie standen nicht nur vor dem Haus, sondern in fast jedem Zimmer) dass die Kaiserin zum Schutz der Bäume das Aufstellen verbieten ließ.

Während ich schreibe, habe ich doch gleich wieder eine neue Idee – wir sollten zu so einem wichtigen Datum eine Party feiern.
Eine Drachenparty bei der wir ein Feuer hoch in den Himmel leuchten lassen, bei der eine Band spielt und fantastische Bücher vorgestellt werden.
Was denkst du? Sollten wir so etwas für nächstes Jahr ins Auge fassen?

Ich wünsche dir eine mystische Nacht und einen sonnigen ersten Mai.

Alles Liebe
Sandra

Aufgang des Lichts – Ostara

Die Tage sind inzwischen länger als die Nächte, der Frühling hat sich durchgesetzt.
Beim Fest zu Ehren der Göttin Ostara wurde früher die frische grüne Erde und die Liebe gefeiert. Auch ein Schwerttanz wurde getanzt, welcher den Sieg des Sonnengottes über die Wintermächte versinnbildlichen sollte. „Aufgang des Lichts – Ostara“ weiterlesen

Die magische Reise geht weiter …

Heute habe ich mir unseren Autor Dieter R. Fuchs geschnappt, und ihn für euch zu seinem Roman und seinen vielen Reisen, beinahe überall auf der Welt befragt.

Lieber Dieter,
in »Hannya – im Bann der Dämonin« erzählst du die Geschichte eines Netsuke, einer japanischen Schnitzerei. Du beschreibst das alte Japan genau, wie es früher wirklich war.

Woher hast du all dieses »Insider-Wissen«, das sich in dem Roman zeigt?

Zu Japan hatte ich schon immer eine enge und besondere Beziehung. Und deshalb habe ich auch schon früh angefangen, Literatur zu diesem uns so fremden Land zu lesen und mich mit seiner Geschichte auseinanderzusetzen. Gerade was die alte japanische Volkskunst betrifft, bin ich ein leidenschaftlicher Bewunderer und auch seit fast 30 Jahren Sammler von Miniaturschnitzereien, eben jener Netsuke. „Die magische Reise geht weiter …“ weiterlesen

Hannya – im Bann der Dämonin

Hannya im Bann der DämoninEin Roman von Dieter R. Fuchs

Es sah nicht wirklich hübsch aus. Man hätte Es schon eher als merkwürdig bezeichnet. Und Es war klein. Kleiner sogar als die schwieligen Daumen jener zwei von Altersflecken bedeckten Hände, von denen Es nun schon eine ganze Weile bedächtig gedreht und fast zärtlich betastet wurde. Nicht dass Es dies spüren konnte – nein, das nicht. Schließlich war Es nur ein Ding, kein Wesen – und schon gar kein Lebewesen. Obwohl …
„Hannya – im Bann der Dämonin“ weiterlesen