Auch die Finsternis birgt Licht

Ein Jugendroman von Alina Sawallisch

Band 2 des zweiteiligen Romans

Bild Auch die Finsternis birgt LichtMena beugte sich aus ihrem weit geöffneten Fenster und versuchte angestrengt im Dunkeln die Umrisse des schwarzen Fuchses auszumachen, der grade aus ihrem Fenster geschlüpft war. Feuchtkalter Wind schlug ihr ins Gesicht und ließ ihre kurzen Haare in wilden Strähnen vor ihren Augen tanzen. Sie spürte, wie ihr eine einzelne Träne die Nase hinunter rann.
Irgendwie hatte ich es geahnt – gewusst, dass es nicht einfach so vorbei sein würde.
»Beeeeen!«, rief sie heiser in die Stille der Nacht.

Verzweifelt schlang sie die Arme um ihre nackten Schultern.
In dem Moment als Ben sich unter ihren Fingern in einen Schatten-Fuchs verwandelt hatte, war die gläserne Hoffnung einer normalen Zukunft mit ihm in tausend Teile zersprungen. Sein Körper hatte ihn gezwungen das scheußliche Erbe seines Vaters anzutreten …
Beginnt er jetzt auch damit, Menschen im Traum aufzulauern, um ihnen ihren Quell des Phantasmas zu stehlen? Nein, nicht Ben! Das würde er gar nicht über sich bringen … Oder?
Mena biss sich auf die Unterlippe. Ihr Herz blutete.
Was kann ich jetzt tun? Ich muss Ben finden und ihm helfen! Ihn unterstützen. Bei ihm sein!
Sie schnappte sich einen Oversize-Hoodie aus ihrem Schrank und warf ihn sich über. Auf nackten Sohlen hastete sie die Treppen ihres Elternhauses hinunter. Ihre Finger hinterließen schwitzige Abdrücke auf dem hölzernen Treppengeländer … „Auch die Finsternis birgt Licht“ weiterlesen

Auch der Mond wirft Schatten

Ein Jugendroman von Alina Sawallisch

Band 1 des zweiteiligen Romans

… Mena stutzte. Konzentriert betrachtete sie seine Gestalt.Bild Auch der Mond wirft Schatten
Er kam ihr bekannt vor, und in ihrem Kopf schwirrten Szenen aus der Schule, in denen sie das bekannte Gesicht suchte, doch sie konnte ihn nicht direkt zuordnen.
Sie beobachtete wie er sich, wohl verlegen, auf die Lippe biss und leicht den Kopf wieder anhob.
Ihre Blicke trafen sich und Mena zuckte zusammen. Sofort wusste sie, wer er war. Schon beim ersten Mal, als sie ihn gesehen hatte, hatte sich sein intensiver Blick in ihr Gedächtnis gebrannt. Obwohl sie seine Augen da nur einen sehr kurzen Moment hinter der Sonnenbrille hatte hervorblitzen sehen, war ihr das durchdringende Grün seitdem nicht mehr aus dem Kopf gegangen.
Ungefähr eine Woche war das nun her, als er und sein Vater in das Haus neben dem ihren eingezogen waren … „Auch der Mond wirft Schatten“ weiterlesen