Armades und Darko – Interview mit zwei Drachen

Bild Drachen InterviewDen Spieß einmal umdrehen – ich hätte das nicht so formulieren sollen, als ich unsere schwarzen Drachen um ein Interview gebeten habe. Gemeint war, dass ich dieses Mal die Verlagsdrachen befrage, und nicht, wie sonst immer, unsere Autorinnen und Autoren.
Wie gesagt, die Formulierung habe ich etwas ungeschickt gewählt, denn Armades und Darko, die zwei schwarzen Drachen, haben das allzu wörtlich genommen …

(Sandra) Hey ihr zwei, super, dass ihr euch die Zeit für uns genommen habt. Stellt ihr euch bitte einmal unseren Lesern vor?

(Armades) Zeit genommen? Was meinst du denn mit genommen? Dass ihr Menschen immer glaubt, Zeit wäre etwas, das man nehmen und geben kann – Tzzzzz. Zeit ist immer genügend da, man muss nur die richtigen Dinge tun und nicht so einen …

(Sandra) Entschuldige Armades, ich weiß, diese Diskussion hatten wir ja schon oft – wir müssen aufhören, unwichtige Dinge mit wichtigen zu verwechseln.

(Darko) Genau. Schön, dass du es dir gemerkt hast. Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, vorstellen – Sandra, erzähl uns doch mal ein bisschen über dich.

(Sandra) Über mich? Ähm, ich hatte eigentlich gehofft, dass ihr beide euch vorstellt, denn unsere Leser …

(Armades) Darko, was meinst du? Hast du Lust, dich vorzustellen? Sandra ziert sich ja offensichtlich.

(Sandra) Ich ziere mich nicht! Aber mich kennen die Leser doch längst, das ist langweilig.

(Darko) Du findest dich langweilig?

(Sandra) Nicht ich bin langweilig, aber über mich will keiner was lesen. Ihr beide dagegen …

(Darko) Armades, verstehst du, was sie da redet?

(Armades) Nö.

(Sandra) Hey, hört auf. Und überhaupt – was für einen Verlauf nimmt das hier gerade? Ich leite dieses Gespräch.

(Darko) *rollt mit den Augen* Natürlich tust du das.

(Sandra) Das habe ich gesehen! Wie schaut es jetzt aus? Stellt ihr euch vor?

(Darko) Nur, wenn du dich zuerst vorstellst.

(Armades) Genau, wo kämen wir denn da hin? Wir sind hier schließlich die Drachen.

(Darko) Stimmt, sie muss zuerst.

(Sandra) *seufzt* Ok, ich bin Verlegerin und mache, zusammen mit Michael, so ziemlich alles, was im Verlag anfällt. Und …

(Darko) Fliegen nicht, das machste nur mit uns. *grinst*

(Sandra) Ich hab ja auch keine Flügel!

(Darko) Warum eigentlich nicht?

(Sandra) Weil ich ein Mensch bin.

(Armades) Bist du sicher?

(Sandra) Also bitte, was …

(Darko) Armades, lass gut sein. Fliegen wir eine Runde?

(Sandra) Hey, wartet, wir sind doch noch gar nicht fertig.

(Armades) Gute Idee Darko, fliegen wir.

(Sandra) Was … ?

Was soll ich sagen? Sprachen´s und erhoben sich, majestätisch wie immer, in die Lüfte. Verraten haben sie zwar nichts über sich, aber wir lieben sie trotzdem.
Sie sind … ja, sie sind die zwei genialsten und tollsten Drachen der Welt.
Für uns 🙂

Die Reise der Weisen – Balthasar, Melchior und Caspar

Ein Roman von Monika Grasl

Im Jahr 7 vor der Zeitrechnung

Der Wind blähte die Stoffe vor den Fensteröffnungen auf, als sich Caspars Lider öffneten. Er schreckte keineswegs aus seinem unruhigen Schlaf hoch. Vielmehr glich es einem langsamen Erwachen aus einem wirren Traum, dessen Bedeutung er noch nicht zuordnen konnte. Eines stand jedoch fest: Seine Nachtruhe war dadurch erheblich gestört worden und dieser Umstand missfiel dem mittlerweile fünfundvierzig Sommer zählenden Mann. Immerhin war seine Arbeit bereits beschwerlich genug. Unausgeschlafen daran zu gehen wagte er nicht, doch zeitgleich hielt ihn ein sachtes Klopfen an der Tür davon ab, erneut in einen leichten Schlummer zu fallen.
»Gebieter, es ist an der Zeit aufzustehen. Die Sonne zeigt sich bereits mit ihren ersten Strahlen.«
Mochte die Sonne bereits so weit sein, für Caspar galt dies nicht. Doch darauf schien keiner Rücksicht nehmen zu wollen. Ehe er fähig war, ein Wort über die Lippen zu bringen, ging die Tür auf und ein schmächtiger Bursche mit wirrem Lockenkopf trat ein … „Die Reise der Weisen – Balthasar, Melchior und Caspar“ weiterlesen

Drachengold

Ein Kinderbuch von Christoph Clasen

Alles begann im »Goldklumpen«, einer Taverne in der Zwergenstadt Kál Dun …
Bjarne Silberdaumen ist müde von der Arbeit und möchte gerne entspannen. Doch die wenigen Kupferstücke, die er noch hat, reichen nicht mehr für ein Zwergen-Bier.
Da spürt er ein Ziehen an seinem Geldbeutel, und entdeckt einen kleinen Drachen. Wütend schnappt sich Bjarne den Taschendieb. Doch dieser schlägt ihm in seiner Not ein interessantes Abenteuer vor … „Drachengold“ weiterlesen