Quo vadis? – Wie ein Buch Gestalt annimmt

Oft wird man als Autor gefragt: »Warum? Warum schreibst du? Warum diese Geschichte und warum dieser oder jener Charakter?«
Gegenfrage: „Warum nicht?“
Ich meine, man hat eine Idee. Eine Idee wird zu einem Gedankengang und der wiederum wird zu einem Plan. Der Plan wird zum Plot … usw. … . Man hat den großen Wunsch, dass all das Gestalt annimmt.
Foto Rolf S. Varol
Was trieb mich dazu, mein Buch zu schreiben? Eine wirklich gute Frage! Vielleicht sollte ich mich vorher erst einmal kurz vorstellen, für diejenigen, die mich noch nicht kennen.

Mein Name ist Rolf S. Varol und ich schreibe gern. Und keine Sorge, das ist jetzt nicht der Auftakt zu einem Treffen der anonymen Autoren.

Nein, vielmehr möchte ich gern euch, den Lesern – jene Menschen, ohne deren Support keiner von uns existieren würde, mein Werk etwas näher bringen.

Was schreibe ich? Fantasy. Wie heißt mein Werk?
Der Orden der Cen’darii – Das Vermächtnis von Centhia

Damit wisst ihr schon ganz viel. Zur Zeit befinden wir uns noch im Lektorat. Das ist spannend, auch für mich. Denn gerade da beginnt der Prozess, der am wichtigsten für das endgültige Werk sein wird. Es ist wie mit einem Diamanten: Du gräbst ihn aus der Erde.
Doch das macht ihn keineswegs wirklich wertvoll. Du fängst an, ihn zu bearbeiten. Legst ihn unter dem Dreck und Gestein frei. Schleifst ihn und bringst ihn immer mehr in Form. Und dann kommt der finale Schliff – erst dadurch wird er zu einer Kostbarkeit. Das ist bei Büchern nicht anders. Du schreibst, was dir einfällt. Doch erst durch das Lektorat wird deine Geschichte wirklich zu einer Kostbarkeit.

Foto Rolf S. VarolIch begann also vor etwas mehr als zwei Jahren mit der Idee zu einem Fantasy-Roman. Nachdem ich schon als Kind angefangen hatte zu schreiben – mich aber nie getraut hab zu veröffentlichen – wollte ich zuvor schon mit einem Abenteuer-Roman einen ersten Versuch starten.
Das lief mächtig schief, ich war entmutigt und bereits kurz vorm Aufgeben, als mir die Idee zu dem jetzigen Buch kam.
Ich hatte zwar schon einiges zum Thema „Fantasy“ gelesen, gesehen und am Rechner gespielt. Doch ich war dennoch nicht vorbereitet darauf, was auf einen zukommt, wenn man ein Fantasy-Roman schreiben will.

Wo sollte ich beginnen, was als erstes tun?

Bild Rolf S. VarolAls Grafikdesigner tat ich, was ich am besten kann: Ich startete mit der Karte meiner neuen Welt. Ich begann zu zeichnen – erst per Hand, dann am Rechner. Langsam nahm der Kontinent „Aeridhan“ Form an. Doch eine Karte macht noch keinen Roman. Ich musste beginnen, ob ich wollte oder nicht. Jemand riet mir damals Folgendes: „Starte nicht mit Kapitel 1, sondern mit dem, was dir als erstes einfällt.“ Der Rest würde sich ergeben. Und siehe da … die Worte flogen nur so aufs Papier … äh … auf den Bildschirm, meine ich.
Seite um Seite füllte sich in den darauffolgenden zehn Monaten und ehe ich mich versah, wurde die Geschichte mit damals 624 Seiten nicht nur meine bis dato größte, sondern auch die, die mir am meisten abverlangt hatte. Wer das Buch in den Händen hält und es liest, wird verstehen, warum ich das sage.

Euch erwartet eine eigene Welt … mit verschiedenen Kulturen … eigenen Sprachen (wobei ich bisher nur eine fertig hab) und Gesellschaftsformen. Es existiert eine eigene historische Entwicklung und Chroniken über das Geschehen. Ihr begegnet einer Vielzahl an Charakteren, die allesamt durch ihre einzigartige Persönlichkeit überzeugen können. Es wird sogar für jedes Reich eine eigene kulinarische Vielfalt existieren, genauso wie Kunst, Literatur und eventuell auch Musik. Ich habe versucht (natürlich inspiriert durch meine eigenen Erfahrungen und mein Wissen) die Welt, in der „Aeridhan“ liegt, so überzeugend wie nur irgend möglich zu gestalten.

Damit ihr, liebe Leser, in eine Geschichte eintauchen könnt, die euch von Anfang bis Ende fesseln kann.
So zumindest der Plan.

Was mir besonders am Herzen liegt, ist – ich habe mich bemüht, nicht nur das Gute darzustellen. Ich habe versucht viele der Probleme unserer Welt – unserer Realität – auf meine Welt zu übertragen. So werden die Helden um den Hexer Nathan Cartwright immer wieder auch auf Negatives stoßen, wie etwa Rassismus, Gewalt, Fanatismus und blinder Glaube.
Als Gegenpol halte ich stets Abenteuer, Romantik, Freundschaft und Hoffnung dagegen. Ich bin sehr gespannt auf eure Meinung!

Meine Geschichte ist fertig. Doch das ist erst der Anfang.

Die Reise von Nathan und Elaine hat erst begonnen und bis sie ihr Ziel erreichen, werden noch viele Worte über die Tasten fliegen. Auch ich weiß nicht, wohin uns der Wind des Schicksals tragen wird. Doch eines kann ich euch versprechen: Es wird bestimmt nicht langweilig werden.
Mein Wunsch ist, dass ihr Nathan und Elaine ebenso ins Herz schließen könnt, wie ich es mittlerweile getan hab.
Foto Rolf S. Varol
Ich fühl mich langsam, als würde ich ein Doppelleben führen – mit ihnen als Freunden auf unserer abenteuerlichen Reise. Und wenn ich so schreibe, hab ich das Gefühl, als würden sie tatsächlich existieren und ich wäre nur ihr Chronist.

Vielleicht nur der verrückte Wunsch eines noch verrückteren Autoren … doch vielleicht steckt ja auch ein Körnchen Wahrheit darin.

Coverbild

Was auch so richtig toll ist – Das Cover für mein Buch … ich hab es selbst gestaltet. Das ist wirklich ein fantastisches Gefühl, wenn man die Freiheiten bekommt, seine Geschichte in jeder Weise in Form zu bringen.

Also … seid dabei, wenn es im Dezember mit den Abenteuern von Nathan, Elaine und all den anderen losgeht. Ich freue mich jetzt schon drauf und bin mächtig nervös, was ihr wohl sagen werdet.

Ein Bisschen fühl ich mich direkt wie ein Vater – der sein Baby für den großen Auftritt vorbereitet. Man hegt und pflegt es, gibt ihm alles,was man kann, sieht es größer werden und wachsen … und dann … kommt der Moment, wo man loslassen muss und es in die Welt hinaus entlässt. Man hofft das Beste und wünscht ihm alles Gute.

Und genau das werde ich auch tun. Wir sehen uns dann also zur „großen Show“ im Dezember!

Euer Rolf S. Varol

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