Magische Kurzgeschichten Band 6 – Grusel Spezial

Bild Magische Kurzgeschichten Band 6 Grusel-SpezialPünktlich zur immer finsterer werdenden Zeit, wenn Nebelschwaden beginnen, eine mysteriöse Atmosphäre zu erschaffen – 20 packende Geschichten, die Gänsehaut en

tstehen lassen von:

Monika Grasl, Lisann Fuchs, Olga Baumfels, Paula Böhlmann, Haike Hausdorf, Wolfgang Breitkopf, Christina Wermescher, Sarah Drews, Rebecca Reichel, Caytoh Nezach, Thomas Wagner, C.K. Zille, Gudrun Opladen, Fabian Narraris und Scarlett N.C. Schenning

Altersempfehlung: ab 16 Jahre

327 Seiten schauriges Vergnügen

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In der Nachtstunde von Monika Grasl:
… Man schrieb den 31. Oktober des Jahres 1910. Dichter Nebel zog über die weitläufige Ebene von Cork hinweg. Der Regen ging in leisem Platschen auf den aufgeweichten Boden nieder. Kein vernünftiger Mensch war mehr um diese mitternächtliche Stunde unterwegs und genauso verhielt es sich in dem Dorf Dunmanway. Zu drei Seiten von Bergen umschlossen ragte auf einer Erhöhung das alte Anwesen der Familie Hogen empor. Still lag es da und kaum hätte man für möglich gehalten, dass es seit nunmehr zwei Wochen wieder bewohnt war …
Kann es wirklich sein, dass auf diesem malerischen Anwesen ein furchtbarer Fluch lastet, der den Bewohner Tod und Verderben bringt?

Das Pfand von Monika Grasl:
… Die Nacht hatte sich über die Straßen Baltimores gelegt und der Mond versuchte um diese Zeit des Jahres 1831 mit aller Macht, das Dunkel zu erhellen.
Wenige Menschen waren unterwegs. Ein Umstand, der jener Gestalt keineswegs verborgen blieb, die hinter der Theke seiner Taverne stand. Ronove blinzelte unablässig gegen das Licht der Fackeln an, die seine Räumlichkeiten erhellten. Unterdessen hoffte er darauf, dass sich doch noch ein Gast zu ihm verirrte. Mehr als einer bräuchte es an diesem Abend nicht zu sein. Sein Soll war bereits mehr als erfüllt, aber es gelüstete ihm dennoch nach einem letzten Besucher. In der Hinsicht konnte man sein Verhalten durchaus mit einem Rausch gleichsetzen, dem er sich jeden Tag und jede Nacht aufs Neue aussetzte …
Was es mit dieser speziellen Art, den Absith zu servieren auf sich hat, das erfährt jeder, der ihn genießt erst dann, wenn es längst zu spät ist.

Gedacht für die Ewigkeit von Lisann Fuchs:
… Eileen blinzelt in die Dunkelheit. Regenschwere Wolken versperren die Sicht durch das Dachfenster hinauf zu Mond und Sternen. Sie dreht den Kopf, kneift die Augen zusammen. Und doch kann sie die Uhrzeit auf dem Radiowecker nicht erkennen.
Kälte ergreift Besitz von Füßen, Knöcheln, Schenkeln. Sie zieht die Bettdecke über die Schultern. Ist sie deshalb wach geworden?
Ein lautes Geräusch erschreckt Eileen, lässt sie den Atem anhalten. Der Herbststurm muss einen Ast gegen das Dach geschlagen haben. Sie ertastet den Schalter der Stehlampe, rutscht nach oben, drückt den Rücken an das
Bettgestell …

In der Wohnung direkt unter ihrer soll es spuken? Was für ein Blödsinn! Oder?

Alles aus Liebe von Lisann Fuchs:
… »Kommst du jetzt endlich mal runter?« Seine tiefe Stimme hallte durch das Haus hoch zum ersten Stock.
Lina verdrehte die Augen: »Ja, gleich!«
Wie immer, wenn sie gestresst war, kratzte sie sich gedankenverloren am Hals. Nie im Leben hätte sie gedacht, dass sie jemals zelten gehen würde.
Sie hatte sich lange dagegen gesträubt, hatte ihm immer und immer wieder gesagt, dass es ihr zu unheimlich wäre, nachts im Wald. Aber Benedikt hatte ihre Angst nicht verstehen können, hatte sie als unbegründet, kindisch abgetan.
Und jetzt saß sie hier auf ihrem Bett und verstand sich selber nicht, verstand nicht, weshalb sie zugesagt hatte trotz des unguten Bauchgefühls.
»Das muss Liebe sein …«, seufzte sie leise.
Polternde Schritte auf der Treppe zu ihr nach oben rissen Lina aus ihren Gedanken.
»Bist du endlich soweit?« Seine Lippen, die so zärtlich sein konnten, leicht aufeinandergepresst. »Wir müssen los.«…
Lina lässt sich trotz ihrer Vorahnung auf diesen Trip ein. Aus Liebe. Doch war das klug?

Mein Geist von Fabian Narraris:
Mein Name ist Christopher.
Doch das wusste ich noch nicht, als ich die Augen aufschlug.

1 %
Als ich aufwachte, war ich nicht viel mehr als 1 % meiner Selbst. Ich lag direkt neben der Leitplanke und nur eine Handbreit neben meinem Kopf donnerte ein schrill heulender Krankenwagen vorbei.
Mir war kalt, so kalt wie nie zuvor. Langsam richtete ich mich auf. Alles um mich herum bewegte sich in Zeitlupe. Ich spürte keinen Schmerz. Dort war nur Taubheit.
Als ein weiterer sirenenbewehrter Höllenwagen an mir vorbeisauste, riss mich der Sog beinahe von den Beinen. Wie ein scheues Tier kauerte ich angsterfüllt am Boden. Das Blaulicht des Krankenwagens erhellte die Nacht wie loderndes Feuer.
Mitten in diesem Inferno aus neonfarbenen Flammen und gellenden Schreien rief jemand einen Namen. Immer und immer wieder. Schmerzerfüllt. Voller Panik.
»Christopher! Christopher!«

Das verfluchte Henkersbeil von Gudrun Opladen:
… Höchberg bei Würzburg, 1. November 1737, Auf dem Schindanger
Ich weiß nicht, ob es der Teufel persönlich war, der sich heute in meinem Nacken festgebissen hatte. Vielleicht hatte ich gestern Nacht auch einfach zu lange in der Schänke gesessen. Ich weiß nur, dass dieser Tag der schlechteste Tag meines Lebens werden sollte …
Sein Leben läuft absolut perfekt, genauso, wie er es haben wollte. Bis zu jenem, verhängnisvollen Tag …

Morgenröte oder Der gehenkte Henker von Olga Baumfels:
… Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Manchmal aber auch den, der zu früh kommt. Und niemand hatte damit gerechnet, dass Stephan König lange vor dem verabredeten Termin auftauchen würde.
Die Erbengemeinschaft wollte das alte Haus mit dem weitläufigen, parkähnlichen Garten endlich loswerden. Kaum jemand hielt es lange darin aus und ausgerechnet die drei verlässlichsten Mieter waren mysteriösen Unglücksfällen zum Opfer gefallen. Die vorletzte Mieterin, eine pensionierte, verbitterte Oberstudienrätin, war vermutlich im großen Gartenteich ertrunken. Oder war vielleicht ein ungerecht behandelter Ex-Schüler dem Rausch der Rache verfallen und hatte ihr etwas angetan? Unerklärlicherweise fand die Polizei nur einen ihrer Schuhe zwischen Rohrkolben und Sumpfiris, nicht jedoch den Leichnam …
Was passiert wirklich auf diesem Grundstück? Sollte tatsächlich etwas dran sein, an diesen Geschichten mit dem Fluch? Ach was … nie und nimmer! Oder?

Die Geschichte des Pförtners: Der Letzte seiner Art von Olga Baumfels:
… Mircea ließ seinen unruhigen Blick über das wuchtige, sterilweiße Gebäude schweifen. Der Gedanke, gleich von diesem Klotz verschluckt zu werden, behagte ihm ganz und gar nicht. Völlig identische, sonnenschutzgetönte Fenster, die keinen Blick ins Innere erlaubten, reihten sich wie eine vertikale Armee aneinander und übereinander. Das flache Dach stieß kompromisslos mit dem Himmel zusammen. Eintönige Rasenflächen erinnerten eher an Polyacryl-Teppiche denn an Natur. Und diese aggressive Skulptur auf dem Vorplatz … sie war unten, an der breiten Basis, rau und knorrig und verjüngte sich zu einer glatten, gefährlichen Spitze … genau wie der fatale Kristall, den er Ines … Mircea erschauerte …
Felix Vorfreude auf seine Hochzeit ist mächtig. Da kann es seiner Laune auch nur einen kleinen Abbruch tun, als er auf dem Weg zum Amt, um die letzten Formalitäten zu erledigen, mit diesem komischen Typ zusammen im Aufzug stecken bleibt. Doch das ändert sich schnell …

Ein Augenblick im Kino von Paula Böhlmann:
… Wir quatschen noch etwas, bis der Film endlich startet. Vor die Leinwand tritt der Inhaber des Kinos – ein komischer Kauz. Er trägt einen mottenzerfressenen Anzug und einen alten Zylinder, den er grüßend zieht, während er leise erzählt:
»Dieser Film ist kein normaler Film. Er kommt nicht in jedem Kino, denn alle Leute, die ihn jemals gesehen haben, sind verschwunden, gestorben oder dem Wahnsinn verfallen. Wenn Sie jetzt gehen, können Sie dem noch entkommen, doch sobald der erste Ton erklungen, das erste Bild erschienen ist, sind Sie für die nächsten anderthalb Stunden hier gefangen. Es liegt an Ihrer Stärke, ob sie das hier überleben. Viel Glück, denn das werden Sie brauchen!« …
Ein Kinobesuch ist das einzige Highlight, das in ihrem kleinen Dorf geboten ist. Doch dieser Abend ist irgendwie anders.
Der Film scheint – real zu sein …

Ein Apfel zu Halloween von Wolfgang Breitkopf:
… Ich bin ein Zwerg. Als solcher darf ich so sprechen, obwohl das in Zeiten von Gender, Diversity und Antidiskriminierungsgesetzen nicht mehr der Political Correctness entspricht. Wie dem auch sei, kleinwüchsig zu sein, hat gleichwohl vorteilhafte und witzige Seiten inne.
Fest im Leben stehend, erfreue ich mich bester Gesundheit und beanspruche für mich selbst, kaum Laster zu haben. Bis auf eines, aber dazu später.
Sogar mein beschissener und verhasster Nachbar Horst, zu dem einst ein gutes Verhältnis bestand, akzeptierte meine Körpergröße und sah den Menschen in mir. Dachte ich zumindest. Es ist dennoch nicht immer einfach im Alltag und mit den Mitmenschen. Abgesehen davon blicke ich insgesamt bisher auf angenehme Jahre zurück, die mich allerdings härter und realistischer haben werden lassen. Aus diesem Grund gehöre ich zu der Gruppe von Personen, die nur das glauben, was sie sehen und fühlen können. Jegliche Gedanken an Gott, Übersinnliches oder Esoterisches sind mir völlig fremd. …
Vielleicht wäre es doch ratsam, die eine oder andere Legende ernst zu nehmen. Zumindest ein bisschen …

Der Gräfin neue Kleider von Christina Wermescher:
… Das ganze Haus lag in friedlicher Stille, nur das Ticken der großen Standuhr erfüllte den Salon. Sie hatte ihren Mann und die Bediensteten unter verschiedenen Vorwänden weggeschickt. Nun saß sie allein auf dem brokatbezogenen Chaiselongue und wartete.
Die Sonne schickte goldene Strahlen durch die hohen Sprossenfenster. Und das Licht verfing sich in der Flasche, die vor ihr auf dem Tisch stand. Ihr smaragdfarbener Inhalt schien zu glühen. Angespannt beugte die Gräfin sich vor, den hypnotischen Blick auf die Flasche gerichtet.
Das Läuten der Standuhr ließ sie zusammenzucken. Sie hatte die Bewerberin zur grünen Stunde geladen. Sicher würde sie pünktlich sein, denn Pünktlichkeit hatte sie in der Stellenanzeige als erwünschte Eigenschaft angegeben.
Andächtig goss sie von dem Absinth in ihren Kelch aus geschliffenem Bleikristallglas. Nächstes Mal würde sie sich wieder einige Minuten nehmen, um die facettenreichen Lichtspiele zu bewundern, die das grüne Elixier zusammen mit dem Schliff des Glases zu zaubern vermochte. Doch heute war dafür keine Zeit …
Eine Stellenanzeige sollte man immer sehr genau prüfen. Sonst könnte es leicht zu Verwechslungen kommen …

Eine Welt voller Diebe von Christina Wermescher:
… Unvermittelt packten sie seinen Vordermann und führten ihn hinter einen windschiefen Zaun, der mit fleckigen Stoffresten bespannt war. So konnte wenigstens nicht jeder die Leibesvisitation beobachten. Das war das Minimum an Menschenwürde, das sie ihnen zugestanden. Dodong schaute zu, wie sie den Mann abführten wie einen Sträfling. Das Risiko, dass sie ihn als nächsten in der Schlange auswählen würden, war gering. Doch die Erfahrung hatte ihn gelehrt, dass ein betretener Blick zu Boden schnell als Nervosität fehlgedeutet wurde. Und nervös war nur, wer etwas zu verbergen hatte. Deshalb stand Dodong aufrecht, auch wenn ihm der Rücken schmerzte, und wendete den Blick nicht ab, obwohl er all das nicht sehen wollte …
Ein grausames Regime, der Verlust einer geliebten Person und ein Schock, der Angst verbreitet. Ist es da wirklich ein Wunder, wenn der Hass übermächtig wird?

Ein unvergessliches Halloween von Sarah Drews:
… Es war der perfekte Abend für Halloween. Der Vollmond stand hoch am Himmel, leichte Nebelschwaden zogen durch die Gassen und die Nacht versprach trocken zu bleiben. Vereinzelt tobten Hexen, Gespenster, Zombies und Vampire von Haus zu Haus. Lachend forderten sie ihre Süßigkeiten ein. Überall hörte man »Süßes, sonst gibt’s Saures« oder anderes Sprüche. Anderenorts konnte man laute Flüche und Verwünschungen wahrnehmen, wenn eine Haustür nicht geöffnet wurde.
In diesem Jahr hatten sich Lucy und ihr 13 Jahre alter Zwillingsbruder Tom für besonders gruselige Kostüme entschieden. Beide verkleideten sich als Werwolf-Mumien. Kunstblut war überall um den Mund herum verteilt. Ihre leuchtenden Totenkopf-Eimer waren gefüllt bis oben hin. Dieses Jahr waren die Bewohner der Kleinstadt überaus spendabel gewesen. Haribo-Tüten, Marshmallows, Lollies, Schokolade wohin das Auge reichte. Es fehlte nur noch ein Haus auf ihrer Liste …
Trauen sich die beiden Kinder dieses Jahr, das Grundstück zu betreten? Diese Geschichten – das sind doch alles nur Ammenmärchen! Oder?

Dunkle Schatten von Scarlett N.C. Schenning
… In seinem ganzen Leben hatte der kleine Drache noch nie so viel Angst verspürt. Er saß in der Falle. So etwas kannte er nicht. Sie standen vor ihm, mit Mistgabeln bewaffnet, in ihren Augen nichts als blanker Zorn.
»Na los, mach schon Feuer, du Mistvieh!«, blafften sie ihn böse an und wieder bekam er einen Zinken in die Flanke gestoßen. Er war noch zu klein, um richtig Feuer zu speien. Lediglich ein paar Funken konnte er sich abringen. Immer und immer wieder stachen sie auf ihn ein und er dachte, sein letztes Stündchen hätte geschlagen. Doch dann hörte er den Ruf seiner Mutter.
Als die Drachenmutter die Notlage ihres Jungen erkannte, ging alles sehr schnell und die Menschen bekamen das, was sie von dem Kleinen wollten: Feuer! Der kleine Drache lag sicher in den Klauen seiner Mutter und die brennenden Häuser verschwanden langsam in der Ferne.
Doch das wütende Gebrüll der Menschen konnte der kleine Drache sogar noch hinter den Hügeln hören …
Das, was aus Hass mit dem Druckmittel der Angst verbreitet wird, wirkt zerstörerisch. Es macht die Menschen gefährlich …

Mäuse in Manhatten von Scarlett N.C. Schenning
… Georgias´ Mutter war alles andere als abergläubisch. Im Gegenteil, es gab keinen bodenständigeren und vernünftigeren Menschen als Elizabeth O`Mally. Als eine der renommiertesten Anwältinnen Manhattans´ gab es nur eins, an das E. O`Mally – wie Georgia ihre Mutter dann und wann im Geiste nannte – wirklich glaubte: Fakten, Fakten, Fakten …
Manchmal ist es vielleicht doch ratsam, die eine oder andere Warnung nicht zu ignorieren. Auch wenn die eigene Mutter eine Hexe zu sein scheint und einem damit gehörig auf die Nerven geht …

Tödliches Verhör von Rebecca Reichel:
… Geht man in der Polizeidirektion 4 in die Asservatenkammer, kann man in einem der Regale, ganz unten, einen leicht angestaubten Pappkarton entdecken. Öffnet man diesen Karton, findet man darin Asservat Nummer T17. Dabei handelt es sich um ein bei der Polizei übliches, schlichtes Aufnahmegerät. Es scheint nichts Außergewöhnliches an ihm zu sein, doch für einige Zeit glaubte man, dass es einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung des mysteriösesten Todes leisten könnte, den die Stadt je gesehen hatte …
Mysteriöse Todesfälle lassen die Kommissarin Melanie Trup nicht zur Ruhe kommen. Und wer ist dieser seltsame Mann, der immer wieder auftaucht? Gibt es einen Zusammenhang?

Augenblicke von Haike Hausdorf:
… Nachdem die schwere Holztür hinter ihrer neuen Vermieterin ins Schloss gefallen war, ließ sich Polizeioberkommissarin Laura Walther auf das geblümte Sofa im Wohnzimmer der möblierten Zweizimmer-Souterrain-Wohnung fallen und sah sich um. Das also würde in Zukunft ihr Zuhause sein. Ob sie sich hier auf Dauer wohlfühlen oder den spontanen Entschluss zu einem radikalen Orts- und Arbeitsplatzwechsel bald bereuen würde? …
Was sind das für seltsame Dinge, die in dieser Einöde geschehen? Bildet sie sich das nur ein, oder war das womöglich der Grund, dass ihre Vorgänger völlig überstürzt die Stelle bei der Polizei gekündigt hatten und verschwunden sind?

Das leblose Verklingen der Melancholie von Caytoh Nezach
Ich stocke, bin von dem Sterben um mich herum verunsichert, von der dumpfen Stille, die sich über mich legt wie ein Ozean, auf dessen Grund ich jetzt stehe. Alle Geräusche sind verzerrt, zu lang und zu tief, sie verstecken sich unter dichten Staub. Ich muss husten und bekomme auf einmal keine Luft, als ich danach schnappe. Menschen sind nicht für das Atmen unter Wasser geschaffen. Hektisch sehe ich mich um, will an die Oberfläche tauchen und damit dem Ozean entkommen, auf dessen Grund ich stehe. Ich schüttle mich, ringe erneut nach Luft und atme tief die abgestandene Luft ein, die auf einmal in meine Lungen strömt. Wie ein Ertrinkender, der plötzlich erwacht …
Das alles bildet sie sich ein. Ganz sicher! Weil – es kann einfach nicht wahr sein, was da passiert …

Die Suche von Thomas Wagner:
Die Sonne ist schon lange untergegangen, der Mond steht am Himmel und wirft sein bleiches Licht auf die Landschaft. Zusammen mit dem ersten Frost lässt der Mondschein die Natur wie unter einem Totentuch erscheinen. Nichts regt sich, Mensch und Tier schlafen den Schlaf der Gerechten. Doch dieser Schlaf ist mir nicht vergönnt.
Mein Atem und mein Herzschlag rasen, zwingen mich zur Ruhe. Nur einen kurzen Moment Pause, dann hetze ich weiter, so schnell mich mein geplagter Leib zu tragen vermag. Tiefhängende Äste schlagen in mein Gesicht, ich merke es kaum. Tränen und Blut vermischen sich in meinem Gesicht, zeigen eine gehetzte Maske aus Pein und Schmerz ...
Er ist auf der Suche, auf der Flucht. Was waren das für Kreaturen?
Wird er es schaffen und sie finden? Die einzige, die ihn und seine Familie noch retten kann?

Traditionen von C.K. Zille
In den vier Monaten, die wir bereits in Franklin lebten, hatte ich den Eindruck, dass die Menschen den Winter und Weihnachten nicht besonders mochten. Als wir im Sommer in das Haus einzogen, hatten uns die Bewohner der Stadt freundlich und gut gelaunt empfangen. Doch je kürzer die Tage wurden, desto länger wurden die Gesichter …
Was ist mit den Menschen in diesem Ort nur los? Sie verdunkeln ihre Häuser und verstecken sich ausgerechnet an Weihnachten?

Erscheint im November 2018

Die mitwirkenden Autorinnen und Autoren:

Monika Grasl:
1986 in Wien geboren, ist Monika Grasl ihrer Stadt treu geblieben und lebt gemeinsam mit Ihrem diabolischen Kater nach wie vor dort.
Nach Ihren technischen Ausbildungen fand sie endlich die Zeit sich, neben Kurzgeschichten, selbst ans Schreiben von Romanen zu wagen, wodurch einige Reihen entstanden, aber auch diverse Einzelbänder.
Als Dark-Fantasy-Autorin beschäftigt sie sich hauptsächlich mit den okkulten Aspekten von Himmel, Hölle und Dämonen. Doch das hält sie keineswegs davon ab, auch in neue Gefilde vorzudringen und sich an andere Genres zu wagen.
Webseite der Autorin

Sarah Drews:
Zu meiner Person – Ich schreibe seit Anfang 2017 und habe schon einige Kurzgeschichten veröffentlicht. Zum Beispiel bei der Ellington Ausschreibung 2017, im Kelebek Verlag, Mondschein Corona und vielen anderen Verlagen. 2018 sind ebenfalls schon einige Kurzgeschichten geplant, sowie mein erstes eigenes Buch, das im Juli erscheinen wird. Hierbei handelt es sich um einen magischen Gruselroman für Leser ab 12.

Gudrun Opladen:
Bücherwelten und Phantastisches in jeder Form bildeten schon früh das wichtigste Lebenselixier der Autorin.
Nach dem Studium arbeitete sie zunächst einige Jahre als Journalistin, um sich dann für das freie Schreiben, vor allem im Kinder- und Jugendbuchbereich, zu entscheiden.
Dabei fasziniert sie bis heute die Vielfalt und Suche nach unseren mythologischen Wurzeln, die die Grundlagen aller menschlichen Kultur darstellen.
Weitere Infos auf der Webseite der Autorin,
der Webseite ihres Buches Alwis der Zwerg
und auf Facebook.

Fabian Narraris:
Fabulam narrare. Eine Geschichte erzählen.

Fabian Narraris ist nur ein Pseudonym, ein Wortspiel. Ich erzähle gerne Geschichten. Das war schon immer so. Alles andere ist nicht so wichtig.
Ob nun Geistergeschichten, magische Erzählungen oder phantastische Epen: Ich möchte dem Leser all das bieten, was man an guter Fantasy liebt. Zur gleichen Zeit möchte ich das Ganze aber auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten, Regeln brechen, überraschen und zum Nachdenken anregen.
Vor allem aber will ich Geschichten erzählen, die in dieser Form noch niemals erzählt wurden.
Weitere Infos findet ihr auf meiner Autorenwebseite
oder auf Facebook

Scarlett N.C. Schenning:
Die Autorin wurde 1980 in Rottweil, Baden-Württemberg, als Tochter eines Wirtsehepaares geboren.
Nachdem sie 2001 ihr Abitur in der Tasche hatte, stolperte sie etwas unbeholfen und ziellol durch ihr weiteres Leben, bevor sie dann 2007 ein Betriebswirtschaftslehrestudium aufgriff und dies drei Jahre später erfolgreich absolvierte.
Nach dem Studium arbeitete sie circa zwei Jahre für eine große Steuerkanzlei, bevor sie 2012 in einem kleinen Büro, verschollen auf dem tiefsten Heuberg, als Büroleiterin tätig wurde und bis heute noch dort ihren Arbeitsplatz innehat.
Die Leidenschaft und das Herz zur Träumerei und Schreiberei, zu fantastischen, sagenumwobenen und geheimnisvollen Geschichten voller Magie hatten schon immer in ihr geschlummert, doch das gesellschaftliche Leben hatte sie lange blind sein lassen für diese Ader. Erst der Todesfall eines geliebten Wesens erweckte sie aus der Starre des alltäglichen Drucks.
Sie  möchte sie den einen oder anderen Leser aus dem grauen Alltag reißen, sei es nur für eine halbe Stunde, und diesem Leser mit ein wenig Magie ein kleines Lächeln auf die Lippen zaubern.

Rebecca Reichel:
In Berlin geboren und zur Schule gegangen, jetzt Studentin der Psychologie. Schon als Kind immer am Lesen und natürlich auch (Gedichte und Geschichten) Schreiben.
2017 als Teilnehmerin des Schreibwettbewerbs »Oasen der Großstadt« erste veröffentlichte Kurzgeschichte.

Paula Böhlmann:
Die Autorin lebt in Chemnitz und hat bereits in verschiedenen Anthologien ihre Geschichten veröffentlicht.
Derzeit bereitet sie sich auf ihr Abitur vor.

Olga Baumfels:
Harry Potter ist schuld, dass Schriftstellern die dritte Leidenschaft der Autorin geworden ist (neben Ökogärtnern und Musik). Denn das Warten auf den siebten Band ist ihr lang geworden, und so hat sie schon mal angefangen, die Fortsetzung selber zu schreiben. Ein Kapitel, zwei Kapitel … und plötzlich war ein alternativer siebter Band fertig. Und wenig später ein eigener Roman, noch einer, eine Kurzgeschichte, noch eine … jetzt kann sie nicht mehr aufhören mit dem Schreiben.
Seit 2009 sind Kurzgeschichten von ihr in Anthologien und Literaturzeitschriften erschienen, zuletzt „Energetische Störungen“, in: Spurwechsel (Literaturzeitschrift, Ausgabe 3), 2016 und „Sternenfeuer und Obstbrand“, in: Weltentor – Science Fiction, 2016 (2. Platz in der Wertung).

Lisann Fuchs:
Lisann Fuchs verfasst seit 2016 Kurzgeschichten zu verschiedenen Genres und unterschiedlichen Mottos, die sie auf Lesungen präsentiert oder in Anthologien veröffentlicht.
Weitere Informationen

Wolfgang Breitkopf:
Geboren 1966 in Plochingen arbeitet und lebt in Stuttgart. Von Beruf Diplom Verwaltungswirt, ist er erst mit 38 Jahren zum Schreiben gekommen.
Ihn fasziniert die Möglichkeit im geschriebenen Wort der eigenen Fantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen. Frei nach dem Motto: „Sprache ist mehr, als einem der Duden glauben machen will!“

Haike Hausdorf:
Jahrgang 1973, ist in Münster/Westfalen geboren und aufgewachsen.
Inzwischen wohnt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Süddeutschland.
Seit 2016 schreibt die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau Geschichten für Kinder und Erwachsene mit den Schwerpunkten Fantasy und Humor.

Christina Wermescher:
Die Autorin wurde im Sommer 1982 geboren. Nach ihrem Studium zur Diplom-Kauffrau und einem längeren Aufenthalt in England arbeitete sie bei verschiedenen Unternehmen in den Bereichen Beschaffung und Qualitätsmanagement.
Sie liebt es, in menschliche Abgründe oder spannende Abenteuer abzutauchen und schreibt deshalb Krimis und Phantastisches. Ihre Kurzgeschichten erscheinen regelmäßig in verschiedenen Anthologien.
Ihre zweite große Leidenschaft neben der Literatur ist das Reisen. Von Cuba bis Vietnam, den USA und China hat sie schon zahlreiche Orte besucht und möchte keine dieser Erfahrungen missen. Sie fühlt sich nicht nur in ihrer bayrischen Heimat, sondern auf der ganzen Welt zu Hause, solange ihr Mann und ihr Sohn dabei sind.
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Thomas Wagner:
Geboren 1977, verheiratet, aufgewachsen im Münsterland und langjähriger Rollenspieler, schreibt immer mal wieder für sich und seine Familie kurze Texte und Gedichte. Eine seiner Geschichten wird in der Anthologie „Tierische Teufel, Teuflische Tiere“ des Machandel Verlags veröffentlicht.

Caytoh Nezach:
Geboren in einer windigen Nikolausnacht im traumhaften Thüringen, umgeben von Sagen und märchenhaften Landschaften erklangen in Nadines Fantasie Geschichten, die bald zu groß für ihren Kopf wurden. So begann sie in der Schule mit Gedichten und schließlich mit zwölf Jahren mit den ersten Kurzgeschichten, um den Welten, die sie ersann, einen geeigneten Rahmen zu geben.
Die Rohfassung zu Caytohs Herzensprojekt „Der Klang von Sternschnuppen“ beendete sie im Mai 2017. Ein weiteres Urban- Fantasy Projekt ist seit September 2017 in Arbeit.
Sie lebt gemeinsam mit ihrem Freund und ihrem Berner Sennenhund in einer turbulenten Berliner WG und arbeitet für die Justitiare im Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin.
Nebenbei besitzt sie ein Kleingewerbe für Grafikdesign, gestaltet Cover, Banner und Logos.
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C.K. Zille:
Die Autorin wurde 1985 im westlichen Rheinland geboren und lebt noch heute mit ihrem Mann und zwei Töchtern in einem kleinen Dorf auf dem Land. Nach dem Abitur hat sie einige Jahre in einer Theatergruppe mitgewirkt, später hat sie eine Rockband gegründet. Doch nichts hat sie so sehr begeistert, wie das kreative Schreiben. 2017 hat sie ihren ersten Roman „Wolfsbrüder“ und einige Kurzgeschichten für diverse Ausschreibungen geschrieben. Seitdem weiß sie, was sie wirklich will: Schreiben. Sie fühlt sich im Fantasybereich sehr wohl, scheut aber auch keine Herausforderungen und hat sich schon in anderen Genres probiert, wie Krimi, Science Fiction oder Romantik.

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