Erotische Dämonen – einfach unmöglich – oder doch nicht?

Ein Gastbeitrag unserer Autorin Doris E. M. Bulenda

Die »Geburt« meines fünften Buchbabys steht bevor. In Kürze wird die »Dämonische Lovestory« erscheinen – und wieder einmal habe ich einen wilden, erotischen, schönen sexy Dämon als Protagonisten beschrieben. Dazu eine selbstbewusste junge Frau – und eine Beziehung, die auf den ersten Blick nicht gerade einleuchtend ist.
Aber warum eigentlich nicht? Warum sollten Dämonen immer nur die furchtbar mordlustigen, grausamen und unerbittlichen Monster sein?
Davon gibt es in der Literatur schon genug Beispiele. Ob in hastig aufs Papier geworfenen Groschenromanen oder in der klassischen Horror-Literatur – immer sind die Dämonen böse, geradezu die Verkörperung des Bösen.
Aber sind sie das wirklich? Oder sind sie einfach nur unverstanden? Eine völlig verkannte Spezies in der Fantasy- und Horror-Literatur? Die Menschen rechnen sie der Hölle zu – dabei wohnen sie doch in ihrer eigenen Welt, der Dämonenwelt.
Die ist natürlich ganz anders als die Welt der Menschen. Da herrschen eigene Gesetze, die Naturgesetze sind anders – und dort funktioniert alles mit Magie. Was aber auch bedeutet, dass die Dämonen ziemlich gelangweilt sind. Wenn man alles mit Magie machen kann, braucht man nicht zu arbeiten, man muss nicht für seinen Lebensunterhalt sorgen. Ein paar magische Formeln und schon ist alles paletti.
Und was tut so ein einfacher Dämon dann, wenn er sich langweilt?
Zum Beispiel kämpft er mit anderen Dämonen wilde, blutige, grausame Dämonenkämpfe. Danach geht er zur Erholung in eine andere Dämonenwelt – aber da können ihn heftige, unliebsame Überraschungen erwarten. Oder wenn er sich ganz furchtbar langweilt, dann folgt er dem Ruf eines menschlichen Magiers. Und geht zur Abwechslung und zu seinem Amüsement in die Menschenwelt.
Leider unterschätzen Dämonen oft die magische Kraft derer, die sie rufen. Diese Hexenmeister haben sowieso nur das eine im Sinn: den Dämon zu übervorteilen und ihm sein Gold abzuluchsen.
Und dann gibt es Schwierigkeiten. Entweder für den menschlichen Zauberer, wenn der sich nicht gut genug abgesichert hat. Oder aber für den Dämon, wenn er seinen menschlichen Gegner – und dessen Gier nach dem dämonischen Gold – unterschätzt hat. Einen Moment nicht aufgepasst, ein Bann ausgesprochen – und unser armer Dämon liegt angekettet in einer kleinen Hütte.
Wenn dann nach langer Zeit eine junge Frau vorbeikommt, muss er natürlich seine Chance nutzen, um von ihr befreit zu werden.
Was hat der Dämon in der Dämonenwelt über Menschenmädchen gehört? Nicht viel, gerufen werden die Dämonen immer nur von Männern. Aber deren Gedanken kreisen gerne mal um weibliche Wesen – wenn sie nicht gerade an Gold denken.
Also bietet der Dämon das an, was er glaubt, dass der Menschenfrau am besten gefällt – seinen Körper und seine sexuelle Kraft. Und siehe da, es funktioniert, das weibliche Wesen ist begeistert von den erotischen Künsten des Dämons.Bild Lissi und ihr Dämon
Was soll der arme Kerl auch sonst tun, wenn er zurück will? Er möchte doch nur nach Hause gehen, in die Dämonenwelt. Aber dazu muss er durch die Hölle – und das traut er sich nicht allein.
So bindet er die Menschenfrau an sich, zieht mit ihr durch das Höllenreich und beide kommen mehr oder weniger gut heim. Der Dämon in die Dämonenwelt und die Menschenfrau zurück auf die Erde. Und dass sie danach aneinander gebunden bleiben – wen stört’s?
Und die Langeweile ist auch vorbei – für den Dämon, aber auch für das weibliche Wesen. Denn mit einem Dämon gibt es immer Abenteuer zu erleben. Und die Erotik kommt auch nicht zu kurz.
Also dann – Menschenfrau und Dämonenmann, eine ideale Paarung? Wer weiß … aber lest selbst

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