Die magische Reise geht weiter …

Heute habe ich mir unseren Autor Dieter R. Fuchs geschnappt, und ihn für euch zu seinem Roman und seinen vielen Reisen, beinahe überall auf der Welt befragt.

Lieber Dieter,
in »Hannya – im Bann der Dämonin« erzählst du die Geschichte eines Netsuke, einer japanischen Schnitzerei. Du beschreibst das alte Japan genau, wie es früher wirklich war.

Woher hast du all dieses »Insider-Wissen«, das sich in dem Roman zeigt?

Zu Japan hatte ich schon immer eine enge und besondere Beziehung. Und deshalb habe ich auch schon früh angefangen, Literatur zu diesem uns so fremden Land zu lesen und mich mit seiner Geschichte auseinanderzusetzen. Gerade was die alte japanische Volkskunst betrifft, bin ich ein leidenschaftlicher Bewunderer und auch seit fast 30 Jahren Sammler von Miniaturschnitzereien, eben jener Netsuke.
Ich hatte später das Glück, neben privaten Besuchen auch im Beruf oft nach Japan reisen zu dürfen, war ein paar Jahre für unsere Tokyo-Niederlassung zuständig. Für den Roman „Hannya“ jedoch hat das alles nicht gereicht: Ich musste fast drei Monate lang intensiv recherchieren und in Quellenstudien eintauchen, so wie es sich für einen historischen Roman auch gehört. Es ging mir darum, die Welt des Shintô-Kultes und der Samurai sowie die gesellschaftlichen Veränderungen über einen Zeitraum von tausend Jahren nachvollziehbar zu machen. Aber auch dies war eine reine Freude und es wäre toll, wenn auch die Leser/innen spüren, wie viel Herzblut in den Details steckt!

Da hast du dir richtig viel Arbeit gemacht. Ich freue mich schon sehr auf das Buch, und auch unsere Leser dürfen gespannt sein.
Du beschreibst dich selbst als Viel-Reisenden. Welche Gegenden, welche Länder haben bei dir den größten Eindruck hinterlassen?

Ich hatte das Glück, als Auslandschef einer großen Forschungseinrichtung und durch ein Ehrenamt bei einer Organisation der Vereinten Nationen wirklich fast die ganze Welt bereisen zu können. Jedes Land hat seine besonderen Reize, wenn man sich auf es und seine Menschen einlässt und nicht nur als „Tourist“ unterwegs ist. Als naturverbundener Mensch haben grandiose Landschaften die tiefsten Eindrücke bei mir hinterlassen: Die Weiten der Arabischen Wüste, die mongolischen endlosen Ebenen, die Dschungel auf Borneo, die Anden, der Ngorongoro-Krater in Ostafrika, die herrliche Einsamkeit Alaskas … ich weiß nicht, was ich hiervon besonders hervorheben könnte. Meine Erinnerungen sind voller toller, bunter Bilder!

Das klingt richtig toll … und man bekommt augenblicklich Fernweh …
Das beste ist, du greifst schnell zum Stift und schreibst die magischsten Eindrücke auf. Dann kannst du uns in einem weiteren Buch daran teilhaben lassen.
Deine nächste Reise führt dich nach Neuseeland. Hast du dir dort bereits Orte ausgeguckt, die ganz oben auf der »muss ich sehen«- Liste stehen?

Meine Frau und ich reisen einen Monat lang mit einem Wohnmobil dort herum und werden uns ganz ungezwungen treiben lassen. Natürlich haben wir uns eine grobe Route anhand verschiedener Reiseführer überlegt, mit den üblichen landschaftlichen Highlights auf der Nord- und der Südinsel, also zum Beispiel den vulkanischen Regionen und dem abenteuerlichen Fjordland. Aber wir werden spontan vor Ort entscheiden und gerne dort länger verweilen, wo es uns besonders gut gefällt – und dann lieber etwas anderes weglassen und für eine weitere Reise aufsparen. Ich finde, genussvolles Reisen lebt von der Qualität, nicht der Quantität der Eindrücke.

Richtig, so sehe ich das auch. Und man hat definitiv mehr davon, als wenn man möglichst viel in möglichst kurzer Zeit sieht, und dann später nur auf Bildern den Urlaub sieht, statt ihn richtig zu erleben.
Mich interessieren zum Beispiel die Aborigines sehr, deshalb möchte ich unbedingt bald nach Australien reisen, und zwar unbedingt auch, ohne auf eine Zeitvorgabe der Besichtigungen achten zu müssen.
Und Island. Ich finde es einfach genial, dass dort Gegenden unter Naturschutz gestellt werden, weil da nun mal Elfen leben. Das macht so ein kleines Land doch sehr sympathisch.
Wo möchtest du unbedingt noch hin? Gibt es vielleicht eine (alte) Kultur, die du gerne ein wenig kennenlernen möchtest?

Kambodscha und Myanmar sind noch Traumziele für uns. Die Dschungelstadt Angkor und die Kultur der Khmer kenne ich bisher nur aus Büchern und würde sie gerne selbst erleben dürfen. Und viel Magie wartet auch dort auf hierfür affine Menschen! Vielleicht wird der Traum ja noch wahr?

Das wünschen wir dir von Herzen. Und natürlich, dass du uns vielleicht ein kleines Bisschen daran teilhaben lässt. 🙂

Dieter, vielen Dank, dass du dir die Zeit für uns genommen hast.

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