Ja, es gibt mich noch

Ich bin noch da.
Ein wenig erledigt, ein wenig geschafft, die letzte Zeit war ziemlich stressig. Aber dafür bin ich auch um einige Erfahrungen reicher.
Nun sehe ich mich um und stelle mit großen Augen fest, dass das Jahr schon beinahe wieder zu Ende ist.

Wo bitteschön ist denn bloß die Zeit geblieben???

Aber wisst ihr was? Es ist gut, so wie es ist.
Alles hat seinen Sinn und deshalb ist es gut. Manches kommt und manches geht – das natürliche Gleichgewicht lässt sich nicht betrügen. Auch wenn wir nicht immer gleich den Sinn erkennen können.

Und kaum hat sich dieser Gedanke beruhigend um mein Herz gelegt, schon strahlen meine Augen wieder, denn die magischste Zeit des Jahres steht kurz bevor – die Rauhnächte nahen mit schnellen Schritten.
Und darauf freue ich mich sehr.

Kennt ihr die uralten magischen Traditionen noch? Viele der Bräuche rund um diese Zeit haben auch in unserer modernen und schnelllebigen Zeit noch – oder gerade – ihre Berechtigung.
Zum Beispiel, dass in der ersten Hälfte dieser 12 magischen Nächte das Vergangene aufgearbeitet und abgelegt wird.
Dass in der zweiten Hälfte die Weichen für das kommende Jahr, die Zukunft, gelegt werden.

Und kennt ihr die magischen dreizehn Wünsche? Ich liebe diesen Brauch!!!
Ihr schreibt auf 13 Zettelchen jeweils einen Wunsch für das kommende Jahr. Während der zwölf Rauhnächte verbrennt ihr jeden Abend einen davon und gebt ihn so der Holle mit, die ihn für euch weiter trägt. Den übrig bleibenden 13. Wunsch, den Zettel öffnet ihr am Tag nach der letzten Rauhnacht.
Und diesen übrig gebliebenen Wunsch, den erfüllt ihr euch selbst 🙂

Es gibt so viele schöne Aspekte und Traditionen rund um diese magische Zeit, ich könnte jetzt stundenlang weiter schreiben …
Aber noch ist es nicht soweit, noch sind viele andere Dinge zu erledigen.
Also noch einmal die Ärmel hochkrempeln und ran an die Arbeit. 🙂

Bis bald,

Eure Sandra

Lesungen – Highlights für jeden Schriftsteller!

Ein Gastbeitrag von Dieter R. Fuchs

Öffentliche Lesungen, was kann es Schöneres geben für Autoren!

Also für jene seltsame, masochistisch veranlagte Spezies Mensch, die akribisch und mühsam sowie gefühlt endlos für einen Roman recherchiert, irgendwann lange später nach schmerzhaftem Ringen um den optimalen Plot und die richtige Wortwahl das Manuskript fertigstellt, schließlich einen Verlag findet und sich detailversessen durchs Lektorat kämpft, und zusammen mit den Profis des Verlags endlich aus einem Text ein richtiges Buch entstehen sieht und dessen Start in den Verkauf miterlebt.

Wunderbar die Gefühle, wenn die ersten Belegexemplare per Post eingehen und man »sein« Buch endlich in Händen hält. Wenn dann in den folgenden Tagen und Wochen die ersten Rückmeldungen von Lesern eingehen, die ersten Rezensionen erscheinen und vielleicht sogar persönliche Nachrichten das wohlige Gefühl vermitteln, mit dem Geschriebenen wirklich jemanden erreicht und ein paar glückliche und spannende Lesestunden beschert zu haben – alles super!

Aber das absolute Highlight ist es dann natürlich, zum ersten Mal öffentlich, vor Publikum, das Werk vorstellen zu dürfen. Vielleicht prickelt da heftiges Lampenfieber bei den einen, Nervosität und Vorfreude mischen sich bei anderen zu einem unbeschreiblichen Zustand, der sich bei wieder anderen in echte Vorfreude steigert.

Bei mir war es am 28. September 2017 mal wieder soweit: Ich war vom altehrwürdigen Münchner Künstlerkreis KK83 eingeladen worden, bei deren monatlichen öffentlichen Treffen meinen neuen Roman »Hannya – im Bann der Dämonin« vorzustellen. Mit dem Vorsitzenden war eine Mischung aus Autorengespräch, also Vortrag, und Lesung kleinerer Romanpassagen vereinbart, gefolgt von einer großzügig bemessenen Diskussionsrunde, zusammen etwa eine dreiviertel bis ganze Stunde. Perfekt!

Ich kannte diesen Kreis bereits, da ich ein Jahr zuvor dort auf gleiche Weise meinen Debut-Roman »Der Tanz der Häsin« vorstellen durfte. Der Großteil der Zuhörer sind, neben immer herzlich willkommenen, unterschiedlichsten Gästen, die Mitglieder dieses Künstlerkreises, also Kreative: Maler, Zeichner, Bildhauer, Schriftsteller, Illustratoren, Verleger, Designer und sonstige Kulturschaffende jeglicher Couleur – ein illustrer Kreis von etwa fünfzig Personen! Und genau diese besondere Mischung des fachkundigen Publikums macht dort auch für die Vortragenden den besonderen Reiz aus. Wer sich bei seiner Lesung etwas auf die Interessen der ja Gleichgesinnten einstellt und nicht einfach nur »vorliest«, sondern interessant erzählt, wird hinterher mit einer bereichernden Diskussion und spannenden Fragen belohnt.

Und genau so war es auch diesmal! Da wurde fachkundig über die Gestaltung des Plots gesprochen, historische und kulturelle Fakten hinterfragt und eigene Erfahrungen eingebracht – wunderbar!

Diesen intensiven Austausch kann ich euch hier in diesem kleinen Post leider nicht vermitteln. Aber zumindest kann ich euch alle einladen, meinen Vortrag samt Lesung nachträglich mitzuerleben. Denn das Literatur Radio Bayern war anwesend und hat live mitgeschnitten, und diese Audio-Aufzeichnung kann sich nun als Podcast jeder Interessierte gerne hier anhören:

https://www.machdeinradio.de/radiobeitrag/fda-a-friends-dieter-r-fuchs-stellt-seinen-neuen-roman-hannya-n-im-bann-der-daemonin-im-kk83-v.html

Programm 2017

Coverbild Verlagsprogram 2017

Seit wir im Januar 2016 den Schwarzer Drachen Verlag gegründet haben, arbeiten wir mit all unserem Herzblut daran, unser Programm abwechslungsreich und magisch für euch zu gestalten.
Wir sind sehr stolz, euch hier das erste Ergebnis präsentieren zu dürfen.
Gemeinsam mit unseren großartigen Autorinnen und Autoren konnten wir fantastische Projekte realisieren, die uns allen sehr viel Freude bereitet haben.
Auf den Seiten des Katalogs findet ihr Geschichten über Hexen, Dämonen, Helden, tödliche Visionen und allerlei magische Wesen und Welten.

Hier geht’s zum Katalog bei VLB-TIX
Wir wünschen euch fantastische Leseerlebnisse.

Herzlichst

Sandra und Michael Schwarzer

Walpurgisnacht – Mythos und Aberglaube

Die Nacht auf den 1. Mai ist energiegeladen und mystisch – Walpurgisnacht, ursprünglich die Nacht der heidnischen Göttin Walburga, die später christianisiert und heiliggesprochen wurde.
Heute bekannt, historisch aber nicht belegbar, ist ihre Affinität mit dem Gespenster und Hexenwesen, sowie der Hexensabbat auf dem Blocksberg (Brocken).

Diese Mythen gehen im Kern auf J. W. Goethe (»Faust, 1. Teil«, 1808) zurück, er führte damit eine neue Brauchrealität ein.
Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Walpurgisnachtfeiern im Harz deutschlandweit bekannt und werden heute noch touristisch inszeniert.

Beltane, welches am 1. Mai gefeiert wird, ist eines der wichtigsten Feste – es bedeutet den Beginn des Sommers. Es ist ein Fest des Lebens und des Sieges der Sonne über den Winter:
Der Kreislauf des Jahres geht weiter – der an Jul geborene Sonnengott ist bis Beltane zum Jüngling herangewachsen, und fordert seine Königswürde ein.

Einer der bekanntesten Bräuche ist das Maibaumstellen. Früher hatte, im Gegensatz zu heute, fast jeder Garten einen solchen Maibaum, welcher die Fruchtbarkeit der Erde symbolisiert.
Zu Zeiten von Maria Theresia hatte dieser Brauch sogar so gigantische Formen angenommen (sie standen nicht nur vor dem Haus, sondern in fast jedem Zimmer) dass die Kaiserin zum Schutz der Bäume das Aufstellen verbieten ließ.

Während ich schreibe, habe ich doch gleich wieder eine neue Idee – wir sollten zu so einem wichtigen Datum eine Party feiern.
Eine Drachenparty bei der wir ein Feuer hoch in den Himmel leuchten lassen, bei der eine Band spielt und fantastische Bücher vorgestellt werden.
Was denkst du? Sollten wir so etwas für nächstes Jahr ins Auge fassen?

Ich wünsche dir eine mystische Nacht und einen sonnigen ersten Mai.

Alles Liebe
Sandra

Gedanken zum Welttag des Buches

Am 23. April ist Welttag des Buches. Das perfekte Datum, um mir mal wieder einige Gedanken zu dem Thema »Print- oder eBook« zu machen, habe ich mir gesagt.

Und gleich mal Wikipedia zu diesem Thema befragt, denn in diesem Zusammenhang wird ja sehr viel über das haptische Empfinden gesprochen, ja es ist sogar der meistgenannte Grund, warum Leser das gedruckte Buch nach wie vor der elektronischen Version vorziehen.

An haptischen Wahrnehmungsprozessen sind eine Vielzahl unterschiedlicher Rezeptoren beteiligt. Neben den Informationen der Mechanorezeptoren der Haut werden ebenfalls die Informationen der Dehnungs-, Druck-, und Vibrationsrezeptoren der Gelenke, Sehnen und Muskulatur zu einem haptischen Perzept integriert.
(Quelle: Wikipedia)

Die Zahl der Rezeptoren in unseren Hautschichten wird auf 300 – 600 Mio geschätzt. Da ist es eigentlich kein Wunder, dass Print-Bücher nach wie vor die Sieger sind, oder?
Doch auch die Optik und der Geruch sind für viele der Befragten ein Grund, die Papierversion vorzuziehen.

Natürlich gibt es auch sehr viele Gründe, die für das eBook sprechen – Platzersparnis, schneller Bezug von Dateien, einfaches Handling, Lesen selbst unter schlechten Lichtbedingungen und günstige Preise. Und mit einem eBook-Reader können Dokumente in verschiedenen Formaten gelesen werden, Papierberge sind also Vergangenheit.

Doch – kann das eBook das Printbuch, wirklich komplett ersetzen?
Warum gibt es nach wie vor so viele »nur Print« Leser?

Dazu habe ich auf Bildungsexperten.net einen interessanten Artikel gefunden:
Es sind vor allem ganz einfache Dinge, die mit dem eBook noch nicht so recht zu gelingen scheinen: Markierungen und Notizen, bei einem gedruckten Buch vollkommen selbstverständlich, stellen ein eBook vor technische Herausforderungen. … Der größte Nachteil ist in den meisten Fällen aber wohl eher auf einer emotionalen Ebene zu finden: Viele Menschen mögen die Haptik und die Einfachheit eines echten Buches. Temperaturschwankungen oder Stürze überlebt ein Buch mit leichten Blessuren, das eBook kann dann schon einmal einen Defekt erleiden.
(Quelle: Bildungsexperten.net)

 
Und jetzt bist du dran – Wie siehst du das? Was ist dir wichtig beim Thema Buch?

Ich freue mich auf deine Antwort!

Herzlichst
Sandra

Aufgang des Lichts – Ostara

Die Tage sind inzwischen länger als die Nächte, der Frühling hat sich durchgesetzt.
Beim Fest zu Ehren der Göttin Ostara wurde früher die frische grüne Erde und die Liebe gefeiert. Auch ein Schwerttanz wurde getanzt, welcher den Sieg des Sonnengottes über die Wintermächte versinnbildlichen sollte. „Aufgang des Lichts – Ostara“ weiterlesen

Erste Gehversuche. Oder – warum Fehler besser als ihr Ruf sind

Die Deckung also verlassen. Aufrichten und durch.
Klingt doch eigentlich ganz einfach, oder?

Diese Woche war genial und chaotisch. Adrenalin pur in rauen Mengen. „Erste Gehversuche. Oder – warum Fehler besser als ihr Ruf sind“ weiterlesen

Imbolc bringt das Leben zurück

Das Fest der Brigid, auch Lichtfest oder Imbolc genannt, wird in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar gefeiert.
Noch immer verharrt die Natur in winterlicher Starre, doch die Tage sind bereits deutlich länger geworden. Und – noch unmerklich für uns – beginnt das Leben in der Natur jetzt wieder zu erwachen.

Imbolc wurde im Stillen gefeiert, es war kein großes Fest. Gerade die Ruhe ist es, die reifen, wachsen und Neues begreifen lässt. Es ging und geht darum, die verborgenen Talente oder Sehnsüchte zu erkennen und dem eigenen Leben ganz neue Impulse zu geben.

Tief in uns ist die Erinnerung an die alten Mythen mit all ihren Göttern und Helden. Sie lädt uns ein, die Wunder zu erkennen und wahrzunehmen, was wir erleben und was um uns herum passiert.
„Imbolc bringt das Leben zurück“ weiterlesen

Magie und Fantasy – Gedanken zu den feinen, aber wichtigen Unterschieden

Ein Gastbeitrag von Dieter R. Fuchs

Das Genre ›Fantasy‹ boomt weiter, in der Literatur wie auch im Film. Ein schönes Zeichen, sage ich – denn es zeigt, dass die Menschen weiterhin offen sind für fantasiereiche Geschichten, die unsere reale heutige Welt mit manchmal surrealen, manchmal aus archaischen Überlieferungen gespeisten Themen bereichern. Und unseren im Alltag auf Logik und Fakten getrimmten Verstand ein wenig spielen und träumen lassen. Was uns allen von Zeit zu Zeit sehr gut tut!
„Magie und Fantasy – Gedanken zu den feinen, aber wichtigen Unterschieden“ weiterlesen