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  • Die Bereitschaft zur Opfergabe
    Die vierte Rauhnacht

    Lausche tief in dein Inneres hinein und sei dazu bereit, Opfer zu bringen.
    So wie die Natur sind auch wir dazu bestimmt, uns immer wieder zu verändern. Stillstand bedeutet Tod.
    Bleiben wir in unserer Entwicklung stehen, stirbt unser Inneres immer mehr. Deshalb ist Veränderung so wichtig, wir brauchen keine Angst davor zu haben, können uns ohne Sorge hineinfallen lassen und somit an den Ursprung unseres Selbst anknüpfen.

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  • Der Fluss des Lebens und deine Wurzeln
    Die dritte Rauhnacht

    Der heutige Tag dient zum Stärken unserer eigenen Wurzeln.
    Wer bin ich?
    Wo komme ich her?
    Warum trifft das Schicksal mich und nicht die Anderen?

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  • Rückblick

    Die zweite Rauhnacht

    Nachdem du dich und deine Wohnung gereinigt hast, wird dir vielleicht der eine oder andere Gedanke gekommen sein. Vielleicht hast du geweint, warst wütend oder sogar verzweifelt? Alle deine Emotionen darfst und sollst du zulassen, denn sie waren in der ersten Nacht der Reinigung deiner Seele geschuldet.
    Nun bist du bereit zurückzublicken. Fürchte dich nicht davor, auch wenn es dir schwer erscheint.

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  • Gehe in dich und werde Schöpfer/in deines Lebens

    Die erste Rauhnacht

    Es ist Jul. Die Wintersonnwende leitet die magischen Nächte ein.
    Die heute beginnenden Rauhnächte stehen in Balance zwischen Vergangenheit und Zukunft. Altes geht und Neues entsteht.
    Die Wintersonnwende oder Julnacht ist auch die längste Nacht des Jahres. Sie markiert einen Wendepunkt: die Wiedergeburt des Lichts. Ab dem heutigen Tag werden die Tage ganz langsam wieder länger und die Nächte kürzer.

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  • De atque vale novum principium – von Abschied und Neubeginn

    Wenn man am Ende eines Jahres zurückblickt, werden die Erinnerungen jedes Mal so lebendig.
    Und das letzte Jahr war bei mir, wie bestimmt bei vielen anderen Menschen auch, sehr … anspruchsvoll …

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  • Unser Schicksal steht nicht in den Sternen …

    … es liegt vielmehr in unserer eigenen Hand!

    Unsere Ahnen sahen die Natur als heilig an. Jeder Baum, jeder Fluss, einfach alles war durch Geister und Götter bereichert und die Menschen sahen sich selbst als einen Teil dieser Natur, denn Leben und Tod hingen schließlich von ihr ab. Die Erde wurde als göttlich betrachtet.

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  • Interview mit Jasmin Jülicher

    Bild Autorin Jasmin JülicherIhre Storys haben eine Art Suchtpotential – man will mehr!
    Bei den Kurzgeschichten unseres Halloween Spezial Bandes ist es mir während Jasmins Geschichte »Die Spiegelung des Bösen« sogar passiert, dass ich nicht mitbekommen habe, wie Michael in mein Büro kam, so gefangen war ich in der Geschichte. Als er fröhlich zu reden begann, habe ich vor Schreck geschrien …
    Naja – er ist Verleger, und war – nach kurzem Schock – begeistert, ganz offensichtlich sehr gute Geschichten im Band zu haben 🙂
    Mit Ferias – In der Tiefe des Ozeans startet Jasmin Jülicher jetzt eine packende Trilogie, die im wahrsten Sinne des Wortes in die Tiefe geht.

    Jasmin, wie bist du auf die Idee zu Ferias gekommen?

    Bild Ferias – In der Tiefe des OzeansNach meinen Krimis hatte ich mal Lust, etwas „Leichteres“ zu schreiben, und begann, eine Jugend-Fantasy-Geschichte zu planen. Und da ich schon immer fasziniert war von den Mythen rund um Mensch-Tier-Mischwesen, beispielsweise dem Minotaurus oder der Sphinx, fand ich es spannend, diese in meiner Geschichte einzubauen und eine ganz neue Weltordnung um diese herum zu erschaffen.

    Heraus gekommen ist eine spannende Geschichte, die sowohl das Problem von Randgruppen, als auch mythologische Hintergründe aufgreift. Gibt es eine Botschaft in dem Roman?

    Vielleicht dass man riesigen unheimlichen Fremden, die vielleicht ein Minotaurus sein könnten, nicht die Tür öffnen sollte?
    Natürlich nur ein kleiner Spaß 😉
    Im Roman geht es vielmehr darum, dass nicht immer alles Schwarz oder Weiß ist. Die richtige Entscheidung zu treffen, ist oftmals schwer und man sollte sich nicht von den Meinungen anderer leiten lassen, sondern sich immer selbst ein Bild machen.

    Das ist allerdings eine sehr gute Botschaft – jeder, der die Story kennt, wird in Zukunft erst mal schauen, wer vor der Tür steht.
    Terror persönlich möchte man sicher nicht im Wohnzimmer haben …
    Im ersten Band geht es in eine sowohl faszinierende, als auch bedrohliche Unterwasserwelt. Wie geht es weiter? Gibst du uns eine kleine Vorschau auf die Folgebände? Mit welchen Wesen bekommen wir es zu tun?

    Nach den Nereiden begegnen wir zusammen mit Xed, Sinna und Rob Dryaden, Avis, einer Sphinx, Panthera und noch einer anderen Art von Ferias, die aber zunächst ein kleines Geheimnis bleiben wird.

    Das klingt toll. Und spannend!
    Spannend klingt auch deine Ausbildung: Masterstudium der Biological Sciences, ein Krimiseminar. Wie war das?

    Mein Studium hat mir viel Spaß gemacht und ich habe die intellektuellen Herausforderungen genossen, vor die es mich gestellt hat. Das Krimiseminar hatte ich eigentlich besucht, weil ich Lust hatte, ein wenig mehr über die „technische“ Seite von Krimis zu erfahren. Ich wusste gar nicht, dass ich dort selbst einen Roman schreiben sollte. Zuvor hatte ich nämlich nie irgendetwas geschrieben, war noch nicht einmal auf die Idee gekommen. Aber in dem Moment, in dem ich mit meinem Roman begonnen hatte, flossen die Ideen und ich war in meinem Element.
    Studium und Schreiben gemischt bringt mich sehr häufig auch auf die Ideen aus meinen Kurzgeschichten oder Romanen, viele davon sind zumindest wissenschaftlich angehaucht 😀

    Bild Magische Kurzgeschichten Halloween Spezial Das kann ich bestätigen. Absolut genial finde ich zum Beispiel deine Geschichte »Atemstillstand«, die in unseren Magische Kurzgeschichten Band 4 erschienen ist. Eine Zukunftsvision, die derart realistisch beschrieben ist, dass man die Menschen schütteln möchte, damit sie rechtzeitig wach werden.
    Aber zurück nach heute 🙂
    Was machst du außer Schreiben gerne in deiner Freizeit?

    Einen großen Teil meiner Freizeit verbringe ich mit Sport. Ansonsten spiele ich gerne Video- oder Gesellschaftsspiele und gehe auf Flohmärkte, entweder zum Kaufen oder zum Verkaufen. Und – ganz klar, ich glaube, das ist bei jedem Autor so – lese ich auch gerne in meiner Freizeit.

    Vielen Dank Jasmin für deine Zeit 🙂

    Mehr zum ersten Band aus Jasmins Ferias-Trilogie erfahrt ihr hier. Es ist mega spannend, das kann ich euch versprechen!
    Direkt zum Buch gehts hier entlang.

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  • Armades und Darko – Interview mit zwei Drachen

    Bild Drachen InterviewDen Spieß einmal umdrehen – ich hätte das nicht so formulieren sollen, als ich unsere schwarzen Drachen um ein Interview gebeten habe. Gemeint war, dass ich dieses Mal die Verlagsdrachen befrage, und nicht, wie sonst immer, unsere Autorinnen und Autoren.
    Wie gesagt, die Formulierung habe ich etwas ungeschickt gewählt, denn Armades und Darko, die zwei schwarzen Drachen, haben das allzu wörtlich genommen …

    (Sandra) Hey ihr zwei, super, dass ihr euch die Zeit für uns genommen habt. Stellt ihr euch bitte einmal unseren Lesern vor?

    (Armades) Zeit genommen? Was meinst du denn mit genommen? Dass ihr Menschen immer glaubt, Zeit wäre etwas, das man nehmen und geben kann – Tzzzzz. Zeit ist immer genügend da, man muss nur die richtigen Dinge tun und nicht so einen …

    (Sandra) Entschuldige Armades, ich weiß, diese Diskussion hatten wir ja schon oft – wir müssen aufhören, unwichtige Dinge mit wichtigen zu verwechseln.

    (Darko) Genau. Schön, dass du es dir gemerkt hast. Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, vorstellen – Sandra, erzähl uns doch mal ein bisschen über dich.

    (Sandra) Über mich? Ähm, ich hatte eigentlich gehofft, dass ihr beide euch vorstellt, denn unsere Leser …

    (Armades) Darko, was meinst du? Hast du Lust, dich vorzustellen? Sandra ziert sich ja offensichtlich.

    (Sandra) Ich ziere mich nicht! Aber mich kennen die Leser doch längst, das ist langweilig.

    (Darko) Du findest dich langweilig?

    (Sandra) Nicht ich bin langweilig, aber über mich will keiner was lesen. Ihr beide dagegen …

    (Darko) Armades, verstehst du, was sie da redet?

    (Armades) Nö.

    (Sandra) Hey, hört auf. Und überhaupt – was für einen Verlauf nimmt das hier gerade? Ich leite dieses Gespräch.

    (Darko) *rollt mit den Augen* Natürlich tust du das.

    (Sandra) Das habe ich gesehen! Wie schaut es jetzt aus? Stellt ihr euch vor?

    (Darko) Nur, wenn du dich zuerst vorstellst.

    (Armades) Genau, wo kämen wir denn da hin? Wir sind hier schließlich die Drachen.

    (Darko) Stimmt, sie muss zuerst.

    (Sandra) *seufzt* Ok, ich bin Verlegerin und mache, zusammen mit Michael, so ziemlich alles, was im Verlag anfällt. Und …

    (Darko) Fliegen nicht, das machste nur mit uns. *grinst*

    (Sandra) Ich hab ja auch keine Flügel!

    (Darko) Warum eigentlich nicht?

    (Sandra) Weil ich ein Mensch bin.

    (Armades) Bist du sicher?

    (Sandra) Also bitte, was …

    (Darko) Armades, lass gut sein. Fliegen wir eine Runde?

    (Sandra) Hey, wartet, wir sind doch noch gar nicht fertig.

    (Armades) Gute Idee Darko, fliegen wir.

    (Sandra) Was … ?

    Was soll ich sagen? Sprachen´s und erhoben sich, majestätisch wie immer, in die Lüfte. Verraten haben sie zwar nichts über sich, aber wir lieben sie trotzdem.
    Sie sind … ja, sie sind die zwei genialsten und tollsten Drachen der Welt.
    Für uns 🙂

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  • Wer ist eigentlich der Kopf hinter dem Kopflosen?

    Bild Cover Beheaded - der Wille der SchattenDer Gardist Crayne erwacht ohne Erinnerung an sein Leben in einer Kerkerzelle. Er erfährt, dass er hingerichtet werden soll, warum das so ist, weiß er nicht. Ebenso wenig, ob er unschuldig ist, oder den Tod möglicherweise sogar verdient hat …
    Crayne bleibt nichts übrig – er fügt sich in sein Schicksal und ist beinahe froh, als endlich das Henkersbeil auf ihn niedersaust. Es ist vorbei …

     

    Ist es nicht. Crayne stellt mit Entsetzen fest, dass er zwar seinen Kopf verloren hat, aber noch lange nicht tot ist. Was nun??? Der Kopf – sein Kopf ist weg … und Crayne muss mit ansehen, wie dieser zu allem Unglück von einer ominösen Frau aufgehoben und mitgenommen wird …

    Alptraum pur – ich stelle mir das gerade so vor …

    Keinerlei Erinnerung zu haben, wer man ist, wie man in diese Situation gekommen ist – das allein ist ja schon Horror, oder? Und mit dieser Situation fängt der Wettlauf mit Mächten aus schwarzer Magie, Krieg und der Suche nach dem Kopf erst an.

    Bild Autor Stefan Goebels

    Der Autor von Beheaded – Der Wille der Schatten Stefan Goebels lässt die Spannungskurve nicht ein einziges Mal abreißen und nimmt seine Leser absolut gefangen.
    Heute habe ich mir den Kopf hinter dem Kopflosen für euch zum Interview geschnappt.

     

    Stefan, wie bist du auf die Idee zu der Geschichte von Crayne gekommen? Wie ist das Buch entstanden?

    Die Idee entstand vor etwa drei Jahren, als eine von vielen Ideen, die in meinem Kopf herumspukten. Dark Fantasy war damals wie heute eines meiner Steckenpferde, und ich wollte unbedingt eine Geschichte entwerfen, in der ein verdammter Held mit düsterer Vergangenheit durch ebenso düstere Lande zieht und das Böse bekämpft.

    Allerdings sollte dieser Protagonist auf jeden Fall einen übernatürlichen Einschlag haben und ein klassisches Motiv der Horror- bzw. Fantasy-Literatur aufgreifen. Über Vampire, Werwölfe, Hexen und Geister wurden bereits viele großartige Geschichten erzählt. Ich überlegte also, welcher »dunkle Superheld« noch eine eigene Story gebrauchen könnte und kam dabei auf den kopflosen Reiter. Wobei dieser auf keinen Fall lediglich als axtschwingender Bösewicht umherreiten sollte – der Plan war, dass viel mehr in ihm steckt, als in einem stumpf mordenden Verfluchten wie z. B. in »Sleepy Hollow«.

    Und dann entwickelte sich die Geschichte sehr schnell: Kurze Zeit später entstand in meinem Kopf die Szene, in der Crayne ohne Erinnerungen in einer Kerkerzelle erwacht und hingerichtet bzw. enthauptet wird, nur um festzustellen, dass er alles andere als tot ist. Ich fand dabei vor allem den Gedanken spannend, welchen Wahnsinn es auslösen muss, nicht zum hirnlosen Zombie mutiert zu sein und mit anzusehen, wie der eigene Kopf samt aller Erinnerungen gestohlen wird.

    Ursprünglich wollte ich aus der Idee gar keinen Roman, sondern ein Seriendrehbuch machen. Meine Freundin hat mich letztendlich davon überzeugt, den Stoff zum Buch zu machen – und im Nachhinein bin ich natürlich sehr froh, dass ich das auch getan habe. Die Erstellung der ersten Fassung des Romans hat etwa anderthalb Jahre gedauert. Nach der Überarbeitung habe ich mich dann ganz klassisch mit Manuskript und Leseprobe beworben und bin natürlich sehr stolz darauf, dass das Buch jetzt erschienen ist.

    Geht es dir auch so, wie viele Autoren berichten, dass ihr Figuren irgendwie regelrecht zur Familie gehören, weil sie mit der Zeit immer mehr präsent sind?

    Ja, das kann ich nachvollziehen, wobei ich vor allem spannend fand, wie sich die ursprünglich als Nebenfiguren geplanten Charaktere plötzlich zu Trägern der Geschichte entwickeln und wie durch ihren Beitrag fesselnde Momente entstehen. Wer das Buch liest, wird schnell merken, dass Crayne ohne seine Gefährten ziemlich aufgeschmissen wäre und dass die Probleme der Lebenden einen Untoten durchaus einiges angehen. Ohne zu viel zu verraten, kann man sagen, dass Crayne im Verlauf ein wenig Platz für andere auf dem Thron der Hauptperson machen muss.

    Auf der anderen Seite gehöre ich eigentlich nicht zu den Autoren, die sich von ihren Figuren überraschen lassen. Ich fange eigentlich immer erst dann an zu schreiben, wenn ich eine klare Vorstellung davon habe, wie die Geschichte ausgeht und welchen Platz jede der Figuren in der Handlung einnimmt. Aus diesem mitunter recht strengen Korsett lasse ich sie dann auch selten entkommen. Zum Erstaunen bringt mich also eher, wie sie letztendlich tun, was ihnen vorherbestimmt ist und wie sie sich dabei fühlen.

    Du machst auch Musik. Erzähl uns doch ein bisschen darüber. Kann man von euch auch Auftritte sehen?

    Da muss ich euch leider enttäuschen. Aktuell tritt die Musik in den Hintergrund, was ich aber zumindest momentan nicht als tragisch empfinde, da mir das Schreiben, und das Entwickeln neuer Ideen sehr viel Freude bereitet. Ich habe im Alter von elf Jahren angefangen, Gitarre zu spielen und auch für viele Jahre Unterricht in einer Musikschule gehabt. Anschließend habe ich in diversen Rock- und Metal-Bands gespielt, die längste Zeit davon in der Progressive-Metal Band Poisoned Gift.

    Momentan beschränkt sich das Musikmachen allerdings leider darauf, mit gelegentlichem Geklampfe die Finger fit zu halten.
    Dafür gibt es zwei Gründe: Einerseits ist es bei der Musik deutlich aufwendiger, seine Kunst anderen zu präsentieren als beim Schreiben. Schließlich bedeutet das, was bei den kreativen Bemühungen herauskommt, nichts, wenn andere es nicht hören oder lesen und es sie berührt oder eben nicht. Auftritte erfordern eine Menge Arbeit und oft den Sprung ins Ungewisse, vor allem als Band, und manchmal ist der Lohn dafür äußerst gering. Ich sehe bei meiner Freundin, die Hochzeitssängerin ist, wie viel Zeit und Energie es erfordert, auf diesem künstlerischen Gebiet am Ball zu bleiben.

    Der andere Grund ist, dass ich zwar mit Leidenschaft und eigentlich ständig im Kopf komponiere (ähnlich wie beim Sammeln von Ideen für Geschichten), aber mir irgendwann eingestehen musste, dass ich nicht wirklich der geborene Bühnenmensch bin.
    Rockstar werden zu wollen ist also nicht wirklich mein Ding und ich hoffe, jetzt mit meinem Buch auf eine andere Art und Weise ein Publikum begeistern zu können, wobei in dem Roman nicht minder viel Arbeit steckt, die ich allerdings nun nach eigener Planung und entspannt erledigen kann.

    Somit hat das Schreiben vor ein paar Jahren das Musizieren als »kreatives Hauptfach« in meinem Leben abgelöst, obwohl beides seit der Kindheit einen wichtigen Platz in meinem Leben einnimmt.
    Das bedeutet jedoch nicht, dass ich nicht irgendwann dahin zurückkehre, wieder Musik zu machen. Gelegentlich begleite ich meine Freundin als Gitarrist bei Auftritten oder unterstütze sie bei der Aufnahme ihrer Gesangsproben.

    Thema Reisen – hast du, bzw. habt ihr ein Lieblingsland? Oder gibt es einen speziellen Fleck auf der Welt, den Du/ihr unbedingt besuchen müsst?

    Wir sind soeben aus einem Urlaub in der Auvergne zurückgekommen. Frankreich war zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren das Ziel unserer Wahl. Mir gefallen, neben der atemberaubenden Landschaft der französischen Mittelgebirge, vor allem die kleinen Dörfer und Städte, die zwar verfallen sind, aber einen viel authentischeren Charme besitzen als vergleichbare Orte bei uns. Natürlich trägt auch die penetrante
    Chateau-isierung der Durchreisenden ihren Teil zu meiner Begeisterung für das Land bei. Schließlich inspiriert den Fantasy-Autor kaum etwas so sehr wie eine alte Burgruine.

    Die Anzahl anderer Flecken auf der Welt, die ich gerne besuchen würde, steigt jedoch ebenfalls fast täglich. Dabei sind alle Himmelsrichtungen ein Thema – Im Osten warten die Graf Draculas Karpaten und weitere mysteriöser Orte, und falls es uns noch ein wenig weiter nach Osten verschlägt, fänden wir beide einen Besuch von Tschernobyl spannend. Daneben war ich noch nie in Skandinavien und Irland und Schottland sind ebenfalls ein Thema – Ziele sind also reichlich vorhanden, eine konkrete Planung gibt es aber noch nicht.

    Ahhh … das klingt mega spannend. Inspiration für Dark-Fantasy pur 🙂
    Stefan, gibst du uns vielleicht einen Blick in deine Pläne für Zukunft – wie geht es mit Crayne weiter? 

    Selbstverständlich arbeite ich bereits an der Fortsetzung von Craynes Suche nach seinem Kopf, und, wie bereits erwähnt weiß ich auch schon, wie es ausgeht! Da das Gerüst bereits steht, geht mir das Schreiben momentan leicht von der Hand und was dabei herauskommt, gefällt mir in der ersten Version schon sehr viel besser als bei der ersten Fassung von Teil 1 – mit der Übung wird alles einfacher. Ich kann auch schon versprechen, dass die Geschichte keinesfalls fröhlicher wird und noch einige Überraschungen bereithält.

    Nebenbei befasse ich mich mit der Fertigstellung eines weiteren Buches. Zu diesem kann ich nur sagen, es ist im wahrsten Sinne des Wortes ziemlicher Käse, ziemlich großer Käse, denn um selbigen geht es in dieser dystopischen Geschichte, die allerdings nicht in einer Fantasiewelt, sondern in der nahen Zukunft des Hier und Jetzt spielt. Sie handelt von Parmesan, Nudeln, einem Festival, Großkonzernen, Beziehungsproblemen und einem Mann mit einer Orange.

    Ab Herbst werde ich noch mit einer weiteren Geschichte beginnen, die mir seit Jahren im Kopf herumschwirrt, die ebenfalls wieder im Genre Dark Fantasy angesiedelt ist. Ideen dazu habe ich bereits in vielen Seiten Notizen gesammelt.
    Und zu guter Letzt sind ja schließlich aller kopflosen Dinge drei… Wenn ich also meinen Kopf nicht verliere, gibt es in nächster Zeit genügend zu tun, und ich bin motiviert wie nie zuvor!

    Du machst mich richtig neugierig!!! 🙂

    Ihr habt es gehört – Craynes Abenteuer ist mit dem ersten Band noch längst nicht überstanden – er muss sich noch weiter behaupten. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes 🙂
    Band 2, »Beheaded – Das Sieden der Seelen« wird im Frühjahr/Sommer 2019 erscheinen. Der finale Band »Beheaded – Die Blüte des Blutes« wird die kopflose Trilogie krönen.
    Wir sind schon jetzt sehr gespannt!

    Vielen Dank für deine Zeit Stefan 🙂

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  • The Story behind – Warum Autorin Alina Sawallisch rät, niemals aufzugeben.

    Alina mit BuchWie wahrscheinlich jeder Autor wurde ich jetzt schon des Öfteren gefragt, wie ich auf meine Geschichte und die Charaktere, die in ihr wohnen, gekommen bin.
    Da bei mir zwischen der Idee zu der Geschichte und der letztendlichen Umsetzung eine doch recht lange Zeit liegt, ist dies eine nicht ganz so einfach zu beantwortende Frage – aber für euch werde ich es probieren 😉

    Mit schätzungsweise 14 Jahren entdeckte ich meine Leidenschaft für Fantasy-Romane. Die Bücher von Cornelia Funke, der Schöpferin meiner liebsten Fantasiewelten, verschlang ich allesamt in kürzester Zeit. Und da ich auch schon in jungen Jahren immer alles was mich begeisterte gezeichnet habe, kamen schnell viele ihrer Charaktere und Welten zu Papier.

    Mena Zeichnung

    So entwickelte sich zuerst ein Stil mit Bleistift und Radiergummi, der mich regelrecht dazu zwang, in diese Richtung weiterzugehen, mir meine eigenen Szenen vorzustellen und Charaktere zu erschaffen.

     

     

    Ich glaube, so entstand damals auch meine Mena. Sie war genau so, wie ich mit 14 gerne gewesen wäre: Cool, toug, wunderschön ohne arrogant zu sein, und sie hatte einen fantastischen Musikgeschmack
    (wie ich damals natürlich auch ;–) )

    Mena Name

    Also verlieh ich ihr ein Aussehen und setzte sie in die tollste Umgebung, die ich mir damals hatte vorstellen können – einen Musikclub.
    Kapitel 1 war geboren.

     

     

    Damals schrieb ich fünf Kapitel meines Buches und stieß dann an eine Hürde. Ich hatte mich ein wenig schlau gemacht in nordischer Mythologie und hatte den Alb-Dämon als meinen Bösewicht auserkoren. Ich ließ ihn langsam in die Geschichte einfließen, wusste, was so ein Dämon zu tun hatte, aber die Logik dahinter, warum er es tat und warum er gerade Mena als Opfer ausgesucht hatte, ließ mich an dieser Stelle verzweifeln (wahrscheinlich spielte auch noch in die Situation hinein, dass ich es damals relativ peinlich fand ein Buch mit Dämonen und Liebes-Gesülze zu schreiben 😉 )

    Arbeitsplatz Zuhause

    Ich hörte an diesem Zeitpunkt auf zu schreiben und das angefangene Manuskript wurde in einen Ordner auf meinem Computer verbannt.

     

     

    Zwar dachte ich immer mal wieder an Mena und Ben, aber jahrelang formte sich ihre Geschichte, wenn überhaupt, nur in meinen Gedanken.
    Bis vor knapp 2 Jahren. Eine neue Kollegin (jetzt sehr gute Freundin) bat mich, für ihren Roman Illustrationen anzufertigen. Ich war Feuer und Flamme und als sie mich zum Dank zum Sushi-Essen einlud, konnte ich nach zwei Zunge-lockernden Weinschorle nicht mehr an mich halten und plauderte aus dem Nähkästchen, dass ich auch mal angefangen hatte, ein Buch zu schreiben.
    Sie war total neugierig und wollte, dass ich ihr die entstandenen Kapitel zum Lesen gebe. Da ich seit knapp 10 Jahren keinen Blick mehr in mein Manuskript geworfen hatte, wurde ich dann doch etwas kleinlaut. Es hätte ja schließlich recht unangenehm enden können, wenn so eine richtige Autorin einen unausgereiften Kindergartentext vorgesetzt bekommen hätte.
    Trotzdem – ich war selbst neugierig und habe mich deshalb sofort nach unserem Treffen an meinen PC gesetzt und mein Manuskript rausgesucht.
    Ich fand es, las es und war überrascht, wie gut es mir nach so viel Abstand noch gefiel. Wie von selbst fanden meine Finger die Tastatur und weitere Worte flossen in das Dokument. Es war, als ob ich nie aufgehört hatte zu Schreiben und anscheinend hatten die Jahre den Knoten in meinem Kopf zum Motiv des Alb aufgelöst.

    Die Barriere war keine mehr und plötzlich schrieb ich in jeder freien Minute.

    Alina Urlaub Malen

     

    Urlaube mit vollgekritzelten Notizheften, viele Abende mit dem Laptop auf dem Schoss… so entstand tatsächlich nach einigen Monaten ein fertiges Buch.

     

     

    Alina Urlaub Schreiben

    Als ich das Wort „ENDE“ tippe, fühlte ich mich wie ein Bergsteiger, der seit Tagen den Gipfel gesehen und ihn nun endlich erklommen hatte. Ich wäre so gerne in der Zeit zurückgereist um meinem 14-jähigen Ich High-Five zu geben und ihm zu erzählen, dass die Geschichte am Ende doch Sinn ergeben hat.

     

    Die Essenz dieser Erfahrung ist definitiv, dass es sich immer lohnt dran zu bleiben und darum würde ich jedem, der ein Projekt aus Zweifel oder einer Blockade abbricht, raten, dieses nach einiger Zeit wieder in die Hände zu nehmen.

    Buch Auch der Mond wirft Schatten

     

    Denn es gibt kein schöneres Gefühl, als etwas fertigzustellen. 🙂

     

     

     

     

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